Washington (epd). Die zum Tod verurteilte Christa Pike hat nach ihrer gescheiterten Hinrichtung im US-Bundesstaat Tennessee das Krankenhaus verlassen. Laut Medienberichten teilten ihre Anwälte mit, die 50-Jährige sei in ein Gefängnis verlegt worden. Bei dem fehlgeschlagenen Hinrichtungsversuch am 30. September hatte sie den Angaben zufolge schwere gesundheitliche Schäden erlitten. Pike werde in Haft weiter behandelt, erklärten die Anwälte laut Fernsehsender ABC am Samstag (Ortszeit).
Pike hatte 1995 im Alter von 18 Jahren eine Kollegin brutal getötet und sollte hingerichtet werden. Das todbringende Mittel Pentobarbital wirkte aber nicht wie erwartet. Pike atmete weiter. Schließlich wurde die Hinrichtung gestoppt, die 50-Jährige kam in ein Krankenhaus.
Weiteres Vorgehen unklar
Ihre Zukunft war zunächst weiter ungewiss. Der stellvertretende Generalstaatsanwalt von Tennessee, John Ayers, hatte am Mittwoch erklärt, er könne nicht sagen, ob der Bundesstaat erneut versuchen werde, Pike hinzurichten.
Gouverneur Bill Lee hat eine Untersuchungskommission eingesetzt. Im laufenden Jahr werde der Bundesstaat keine Hinrichtungen mehr vornehmen. Pikes Anwälte und Geistliche fordern, Lee müsse das Todesurteil aufheben.




