Berliner Pfarrerin Hecke wird Antisemitismusbeauftragte der EKD

Berliner Pfarrerin Hecke wird Antisemitismusbeauftragte der EKD
Marie Hecke folgt auf Christian Staffa als evangelische Beauftragte für den Kampf gegen Antisemitismus. Die Theologin befasst sich seit Studientagen intensiv mit dem Verhältnis von Christen und Juden.

Berlin (epd). Die Berliner Pfarrerin Marie Hecke wird neue Antisemitismusbeauftragte der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Die Theologin folgt dem 66 Jahre alten Christian Staffa, der zum Ende des Jahres in den Ruhestand geht, wie die EKD am Montag mitteilte. Zugleich übernimmt Hecke wie ihr Vorgänger Staffa an der Evangelischen Akademie zu Berlin eine Studienleitung.

Zu 25 Prozent bleibt sie am Institut Kirche und Judentum an der Humboldt-Universität zu Berlin beschäftigt. Derzeit ist Hecke noch Theologische Referentin der Berliner Generalsuperintendentin Julia Helmke.

Stelle wurde 2019 geschaffen

Der Rat der EKD hatte Staffa 2019 auf die neue geschaffene Stelle des Beauftragten für den Kampf gegen Antisemitismus berufen. Die Ratsvorsitzende Kirsten Fehrs sagte, Staffas Überzeugung, dass eigentlich alle Christinnen und Christen Antisemitismusbeauftragte sein sollten, bleibe ein wichtiger Auftrag: „Die Verantwortung im Kampf gegen Antisemitismus lässt sich nicht an eine einzelne Person delegieren. Wir müssen sie gemeinsam tragen.“

Staffas Nachfolgerin Hecke studierte Theologie in Leipzig, Münster und Berlin sowie Judaistik an der Hebrew University in Jerusalem. Seit 2017 verantwortet sie mit der Projektleitung „jüdisch & christlich“ das Programm des Jüdisch-christlichen Lehrhauses beim Deutschen Evangelischen Kirchentag. Seit 2020 gehört Marie Hecke dem Vorstand von Aktion Sühnezeichen Friedensdienste an. Fehrs nannte sie eine langjährige Expertin für den jüdisch-christlichen Dialog.