Gedenkstättenbesuche werden Pflicht für Hamburger Schulklassen

Gedenkstättenbesuche werden Pflicht für Hamburger Schulklassen

Hamburg (epd). Von diesem Schuljahr an sollen Schülerinnen und Schüler in Hamburg ab der fünften Klasse mindestens einmal eine Gedenkstätte für die Opfer des Nationalsozialismus besuchen. Im Mittelpunkt der Besuche sollen die Auseinandersetzung mit der nationalsozialistischen Geschichte und das Gedenken an die Opfer stehen, teilte Bildungssenatorin Ksenija Bekeris (SPD) am Dienstag mit.

„In Hamburg gibt es viele Orte, an denen jungen Menschen der Geschichte des Nationalsozialismus begegnen und erfahren können, was Verfolgung für die Einzelnen bedeutet hat“, sagte die Senatorin. Die Besuche sollen Demokratiebildung und Erinnerungskultur stärken. Besonders da Schülerinnen und Schüler immer weniger mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen sprechen könnten, gewännen die Gedenkstätten als Lernorte an Bedeutung, sagte Bekeris.