EKD-Synodenpräses Heinrich stellt sich nicht zur Wiederwahl

Anna-Nicole Heinrich
epd-bild/Paul-Philipp Braun
Anna-Nicole Heinrich war 2021 im Alter von 25 Jahren zur bislang jüngsten EKD-Synodenpräses gewählt worden.
Sechs Jahre im Amt
EKD-Synodenpräses Heinrich stellt sich nicht zur Wiederwahl
Sie habe ihr Amt "als verlässliches Engagement für eine begrenzte Zeit verstanden", sagt die 30-Jährige in einem Interview. Das Kirchenparlament konstituiert sich im nächsten Jahr neu.

Die Präses der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Anna-Nicole Heinrich, will das Amt im nächsten Jahr aufgeben. "Sechs Jahre sind gerade in meinem Lebensabschnitt eine lange Zeit. Da darf es am Ende dieser Amtszeit für mich auch gut sein", sagte die 30-Jährige dem Magazin "Die Eule" (online, Donnerstag). Der "Frankfurter Allgemeinen" (online) sagte sie: "Ich habe mein Amt als verlässliches Engagement für eine begrenzte Zeit verstanden."

Heinrich war 2021 im Alter von 25 Jahren zur bislang jüngsten EKD-Synodenpräses gewählt worden. "Wir haben als Synode mit meiner Wahl zur Präses konsequent unseren Weg fortgesetzt, junge Menschen in Verantwortung zu bringen", sagte sie der "Eule": "Auf allen Ebenen unserer evangelischen Kirche sind wir damit in den letzten Jahren weit vorangekommen."

"Ich selbst werde mich weiterhin in der evangelischen Kirche engagieren und auch weiter in Räume hineingehen, die bisher kaum kirchlich geprägt sind. Mir wird sicher nicht langweilig werden. Es gibt Themen, an denen ich sehr gerne weiterarbeiten möchte, wenn auch nicht mehr an dieser herausgehobenen Stelle." So Heinrich im Interview mit dem Magazin Eule.

Die Synode der EKD konstituiert sich im nächsten Jahr neu und wählt dann eine oder einen neuen Präses. Die Person leitet die Tagungen des Kirchenparlaments, vertritt diese in der Öffentlichkeit und ist Mitglied im Rat der EKD. Die Synode repräsentiert die evangelischen Christen in Deutschland und besteht aus 128 Mitgliedern. Von ihnen werden für eine Amtszeit von sechs Jahren 100 durch die Synoden der 20 Landeskirchen gewählt, 28 Synodale beruft der Rat, zumeist Personen des öffentlichen Lebens und kirchlicher Werke.