Berlin (epd). Ein 22-Jähriger hat am Sonntag die Flagge der Einheit vor dem Reichstagsgebäude in Berlin heruntergerissen und stattdessen eine Palästinafahne gehisst. Der Mann habe das Nationaldenkmal auf dem Platz der Republik gegen 11:30 Uhr erklettert und die überdimensionierte Bundesflagge zu Boden geworfen, teilte die Berliner Polizei am Sonntag mit. Er habe in einem Klettergeschirr am Fahnenmast gehangen und sich rund eine Stunde nach Beginn der Aktion selbstständig wieder heruntergelassen. Polizeibeamte hätten ihn vorläufig in Gewahrsam genommen.
Mithilfe der Feuerwehr wurde die Palästinafahne den Angaben nach entfernt. Da das Zugsystem des Mastes beschädigt worden sei, habe die Einheitsflagge aber zunächst nicht wieder aufgehängt werden können. Die Flagge in den deutschen Nationalfarben wurde erstmals im Oktober 1990 im Rahmen der Feierlichkeiten zur Wiedervereinigung gehisst.
Identität von zwei mutmaßlichen Helfern festgestellt
Zwei Männer im Alter von 20 und 32 Jahren sollen den Kletterer unterstützt haben. Alarmierte Einsatzkräfte stellten vor Ort ihre Identität fest und sprachen später Platzverweise aus. Nun ermittelt der Polizeiliche Staatsschutz wegen des Verdachts der Verunglimpfung des Staates und seiner Symbole, der gemeinschädlichen Sachbeschädigung, des Verstoßes gegen das Versammlungsfreiheitsgesetz Berlin sowie des Verdachts des Hausfriedensbruchs.




