13. Synode mit Gottesdienst im ZDF gestartet

St. Stephan in Würzburg
Gerd Eichmann/CC/Wikimedia Commons
St. Stephan in Würzburg.
Eröffnung in Würzburg
13. Synode mit Gottesdienst im ZDF gestartet
Mit einem ZDF-Fernsehgottesdienst in der evangelischen St. Stephan-Kirche in Würzburg hat heute Morgen die 7. und letzte Tagung der 13. Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) begonnen.

Die Predigt in dem Gottesdienst hielt die hessen-nassauische Kirchenpräsidentin Christiane Tietz (Darmstadt). Im Mittelpunkt der anschließenden Synoden-Beratungen steht die Frage, wie Kirche Demokratie stärken, gesellschaftlichen Zusammenhalt fördern und den Dialog zwischen den Generationen gestalten kann.

Kirchenpräsidentin Tietz rief in ihrer Predigt zur mehr zwischenmenschlichem Verständnis auf. Einen anderen zu ertragen, sei mühsam, sagte Tietz in Anlehnung an eine Stelle aus dem Epheserbrief im Neuen Testament, an der es heißt: "Seid demütig, friedfertig und geduldig, ertragt einander in Liebe." Die leitende Theologin sagte, wenn man einander ertrage, dann entstehe eine neue Möglichkeit des Miteinanders.

Tietz sagte: "Es gibt manches, wo der andere mir das Zusammensein mit ihm schwer macht. Und wo ich ihn wirklich ertragen muss, damit wir zusammenbleiben." Wer anderen mit Wohlwollen begegne und zu verstehen versuche, wie er zu seiner Position gekommen sei, könne auch klar sagen, wo man eine Grenze ziehe. "Dann werfe ich ihm nicht Hass und Verachtung vor die Füße", sagte sie.

Grenze bei Gewalt

Eine unmissverständliche Grenze zog die Theologin jedoch dort, wo Hass und Entwürdigung das Handeln bestimmten. Wenn Personen andere Menschen verachteten, sie fortlaufend abwerteten oder ihnen Gewalt antäten, sei der Punkt erreicht, an dem niemand diese Haltung weiter ertragen müsse.

Zum Auftakt der Synoden-Tagung sprach heute Josef Schuster, Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, ein Grußwort. Zudem standen die Berichte des Präsidiums der Synode und der EKD-Ratsvorsitzenden, Bischöfin Kirsten Fehrs, auf der Tagesordnung.

Die Synode war auf Youtube im Livestream zu sehen, wo unter anderem auch Bischof Dr. Franz Jung für die Deutsche Bischofskonferenz und Bischof Emmanuel von Christoupolis für die Orthodoxe Bischofskonferenz in Deutschland Grußworte überbrachten.

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Berichte zur Finanzstrategie, Haushalt und Umsetzungen der Beschlüsse können bei Youtube ab 20 Uhr live verfolgt werden:

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Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier wird am Dienstag, 10. November, um 11 Uhr zu den Synodalen sprechen. Im Anschluss an das Grußwort des Bundespräsidenten sind Beratung und Beschlussfassung zum Schwerpunktthema Demokratie vorgesehen. Am Nachmittag desselben Tages wird dann der bayerische Ministerpräsident Markus Söder ein Grußwort sprechen.

Die Tagung wird traditionell mit einem Gottesdienst eröffnet, der im ZDF übertragen wird. Die EKD-Synode ist das höchste Gremium des kirchlichen Zusammenschlusses. Sie entscheidet über Kirchengesetze und den Haushalt.