Eröffnung der Ausstellung "Reformatorinnen. Seit 1517"

Die Skulptur der Argula von Grevenbroich ist am 09.01.2017 in Bad Neuenahr-Ahrweiler (Rheinland-Pfalz) in der Ausstellung "Reformatorinnen. Seit 1517" zu sehen.

Foto: dpa/Thomas Frey

Die Skulptur der Argula von Grevenbroich ist in Bad Neuenahr-Ahrweiler in der Ausstellung "Reformatorinnen. Seit 1517" zu sehen.

Eine Wanderausstellung über Frauen, die die Reformation voranbrachten, wird heute in Bad Neuenahr im Rahmen der rheinischen Landessynode eröffnet. Präses Manfred Rekowski und Irene Diller von der Gender- und Gleichstellungsstelle der Evangelischen Kirche im Rheinland stellen das Projekt vor.

Der Reformator Martin Luther rückt im Jahr des Reformationsjubiläums vielfach in den Vordergrund. Dabei war die Reformation gar keine "Ein-Mann-Show". Und sie ist auch keine Vergangenheit. Das macht die Wanderausstellung "Reformatorinnen. Seit 1517" deutlich, die von der Gender- und Gleichstellungsstelle der Evangelischen Kirche im Rheinland erarbeitet wurde. Sie zeigt: Dichterinnen und Theologinnen, Herrscherinnen und Ehefrauen von Reformatoren haben die Kirchen der Reformation mitgestaltet – in der Reformationszeit, in den folgenden Jahrhunderten und bis heute.

Prominente Ausstellungsorte werden der Deutsche Evangelische Kirchentag in Berlin, die Weltausstellung der Reformation in Wittenberg, der Kultursommer Rheinland-Pfalz und die nordrhein-westfälische Landesgartenschau in Bad Lippspringe sein.

In der Ausstellung wird in die Biographien von 13 bedeutenden Frauen eingeführt. Es gibt neun lebensgroße Holzfiguren, die eine Begegnung mit historischen Persönlichkeiten wie Katharina von Bora, Argula von Grumbach und Dorothee Sölle sozusagen auf Augenhöhe ermöglichen. Eine Internetseite mit Texten, Bildern und Audios zum Projekt ermöglicht die multimediale Erschließung des Themas Reformation.