Christen in den USA suchen sich häufig eine neue Gemeinde

Amerikanische Christen sind wechselfreudig: Laut einer am Dienstag in Washington vorgestellten Untersuchung hat etwa die Hälfte der Erwachsenen in den USA schon einmal eine Gemeinde verlassen und eine neue gesucht.

Am ehesten wechseln Evangelikale ihren religiösen Ort, rund 67 Prozent haben das nach Angaben des Instituts "Pew Research Center" schon einmal getan. Auch gut 60 Prozent der Mitglieder der traditionellen protestantischen Großkirchen haben sich demnach schon eine neue Gemeinde gesucht, unter den Katholiken gut 40 Prozent.

Bei der Suche nach einer neuen Gemeinde sind den US-Amerikanern vor allem die Qualität der Predigt (83 Prozent) und ein Willkommensgefühl (79 Prozent) wichtig. Die generellen Beweggründe seien vielfältig, berichtete das "Pew Research Center". Häufig seien es Ortswechsel, Scheidung und Heirat, Unstimmigkeit mit Pastoren, Unzufriedenheit mit der Gemeinde und Veränderungen im eigenen Glauben. Etwa die Hälfte sei bereit, einer anderen Kirche beizutreten, also zum Beispiel von den Lutheranern zu den Methodisten zu gehen.

Die Erhebung ist Teil einer seit 2014 laufenden Langzeituntersuchung, bei der "Pew" rund 35.000 US-Amerikaner zu ihrem Glauben befragt. Zum Gemeindewechsel hätten 5.000 Menschen am Telefon Auskunft gegeben.