Marx ruft Muslime zum Einsatz für universale Werte auf

Der Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, hat die deutschen Muslime dazu aufgerufen, sich für Freiheit, Menschenwürde, Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und die Gleichheit aller Staatsbürger ungeachtet ihrer Religion einzusetzen.

Diese "universalen Werte" seien untrennbar mit der Idee Europas verbunden, erklärte Marx am Montag in seiner Grußbotschaft zum islamischen Fastenmonat Ramadan und betonte: "Deshalb, liebe muslimische Schwestern und Brüder, appelliere ich auch an Sie: Helfen Sie mit, dass diese Idee Europas lebendig bleibt!"

Diese Idee trage dazu bei, Gesellschaften aufzubauen, in denen Fremde und Einheimische, Gläubige und Nichtgläubige "in Frieden, Freiheit und gegenseitiger Achtung miteinander leben können", schreibt Marx unter Bezug auf die Römischen Verträge, mit denen vor 60 Jahren die Grundlagen der späteren Europäischen Union (EU) gelegt wurden.

Für den Ramadan, der am Samstag begonnen hat bis zum 24. Juni dauert, wünschte der Münchner Erzbischof Marx den Muslimen im Namen der katholischen Christen "eine gesegnete Fastenzeit und ein glückliches Fest zum Ende des Ramadan". Gläubige Menschen dürften keine Anstrengungen scheuen, ihre religiösen Werte und Überzeugungen in den Mittelpunkt zu rücken. Religiöse Menschen sollten auch ihre Jugendlichen in diesem Sinne erziehen.