Bischöfin Fehrs: Papst Franziskus ein "verkappter Protestant"

Papst Franziskus auf dem Petersplatz in Rom (Archiv).

Foto: dpa/Giorgio Onorati

Papst Franziskus auf dem Petersplatz in Rom (Archiv).

Hamburgs evangelische Bischöfin Kirsten Fehrs schätzt Papst Franziskus für seinen Mut zu Reformen. "Er scheint mir wie ein verkappter Protestant", sagte Fehrs am Donnerstagabend bei der "Langen Nacht der Weltreligionen" im Hamburger Thalia-Theater.

Der Reformator Martin Luther habe sich 1521 auf dem Reichstag zu Worms als erster Mensch öffentlich auf sein Gewissen berufen. Als geschiedene Frauen Papst Franziskus kürzlich fragten, ob sie am Heiligen Abendmahl teilnehmen dürften, habe er ihnen geraten, ihr Gewissen zu befragen. Auch wenn US-Beamte sich heute mit Hinweis auf ihr Gewissen weigern, Dekrete des US-Präsidenten Donald Trump umzusetzen, stünden sie in der Tradition Martin Luthers, argumentierte Fehrs, die auch dem Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) angehört.