St. Marien in Bleicherode ist "Kirche des Jahres 2019"

Die evangelische Stadtkirche St. Marien ist Kirche des jahres 2019.
© Erwin Meier /Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=78061680
Die evangelische Stadtkirche St. Marien steht in der Kleinstadt Bleicherode im Landkreis Nordhausen in Thüringen.
St. Marien in Bleicherode ist "Kirche des Jahres 2019"
Die Geschichte von St. Marien reicht nach Angaben der Stiftung bis in das zwölfte Jahrhundert zurück.

Die St.-Marien-Kirche im nordthüringischen Bleicherode ist zur "Kirche des Jahres 2019" der Stiftung zur Bewahrung kirchlicher Baudenkmäler (KiBa) gekürt worden. Der im gotischen Stil gestaltete Sakralbau im Südharz habe 931 Stimmen auf sich vereinen können, teilte die Stiftung am Dienstag in Hannover mit. Auf Platz zwei sei die Königin-Luise-Kirche in Berlin-Waidmannslust mit 676 Stimmen, auf Platz drei die St. Marien und Christophorus im fränkischen Kalbensteinberg mit 628 Stimmen gekommen. Insgesamt hätten sich 6.054 Interessierte per Post und im Internet an der Wahl zur "Kirche des Jahres" beteiligt, hieß es.

Die Geschichte von St. Marien reicht nach Angaben der Stiftung bis in das zwölfte Jahrhundert zurück. Der untere Teil des Turms stamme sogar noch von der romanischen Vorgängerkirche. Die Stiftung habe die Sanierung von Mauerwerk und Fassade der "Kirche des Monats Januar 2018" mit 15.000 Euro unterstützt, erklärte ein Stiftungssprecher. Massive Schäden in der Bausubstanz machten nach Angaben der Stiftung von 1969 bis 1973 eine umfassende Renovierung des Sakralbaus notwendig. Bei der "beispiellosen Rettungsaktion" hätten sich zahllose Bleicheröder für ihre Kirche engagiert.

Die zweitplatzierte monumentale Königin-Luise-Kirche entstand nach Angaben der Stiftung 1912/13 unter dem Protektorat der Kaiserin Auguste Viktoria. Für die Sanierung des Kirchturms stellte die Stiftung einschließlich einer Projektspende insgesamt 35.000 Euro zur Verfügung.

Die drittplatzierte Kirche St. Marien und Christophorus sei wegen ihrer Kunstschätze ein beliebter Anziehungspunkt für Touristen, so der Stiftungssprecher. Ihre reiche Ausstattung verdanke die Kirche dem Nürnberger Patriziergeschlecht der Rieter, die das Bauwerk aus Sandstein 1464 errichten ließ. Das entsprechende KiBa-Projekt wurde mit 15.000 Euro gefördert.

Die Stiftung KiBa befindet sich in Trägerschaft der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und der evangelischen Landeskirchen. Seit 1999 hat sie nach eigenen Angaben Kirchensanierungen mit mehr als 32,3 Millionen Euro unterstützt. Rund 3.400 Mitglieder engagieren sich den Angaben zufolge bundesweit im "Förderverein der Stiftung KiBa".