Im Bundestag steht wieder ein Wichern-Adventskranz

Der Bundestag hat auch in diesem Jahr wieder einen Wichern-Adventskranz.

Foto: epd-bild/Rolf Zoellner

Der Bundestag hat auch in diesem Jahr wieder einen Wichern-Adventskranz. Als Erfinder des Adventskranzes gilt Johann Hinrich Wichern, einer der Gruenderväter der evangelischen Diakonie.

Der Bundestag hat auch in diesem Jahr wieder einen Wichern-Adventskranz. Diakonie-Präsident Ulrich Lilie übergab den traditionellen Kranz am Donnerstag im Reichstagsgebäude an den Vizepräsidenten des Bundestags, Hans-Peter Friedrich (CSU).

Lilie sagte, der Kranz erinnere in politisch aufregenden Zeiten und im medialen Lärm an die nicht lautsprecherische Kraft der Religion. Das Licht Gottes im Advent zu sehen, ermögliche eine "heilende Unterbrechung von unseren Sorgenspiralen, Sondierungen und Angstszenarien". Der Adventskranz steht, wie seit 2008 jedes Jahr, in der Lobby vor dem Plenarsaal.

Als Erfinder des Adventskranzes gilt Johann Hinrich Wichern, einer der Gründerväter der evangelischen Diakonie. Im Advent des Jahres 1839 ließ der Theologe Wichern (1808 bis 1881) im Betsaal des "Rauhen Hauses" - eines Kinderheims in Hamburg - einen Leuchter mit roten und weißen Kerzen für die Werk- und Sonntage aufhängen. Jeden Tag wurde eine Kerze vor den ungeduldig auf Weihnachten wartenden Kindern entzündet.

Der Wichern-Adventskranz hat in diesem Jahr 22 Kerzen - vier dicke weiße für die Adventssonntage und 18 für die Werktage ab dem ersten Advent bis Heiligabend. Der große Kranz für den Bundestag wird vom Evangelischen Johannesstift Berlin gestiftet, das von Wichern 1858 gegründet wurde.