Evangelische Allianz: Mit allen Abgeordneten respektvoll umgehen

Die Deutsche Evangelische Allianz in Bad Blankenburg .

Foto: epd-bild/Maik Schuck

Die Deutsche Evangelische Allianz in Bad Blankenburg ruft alle Parteien zu respektvollem Umgang auf.

Die theologisch-konservative Deutsche Evangelische Allianz ruft nach der Bundestagswahl zur politischen Sacharbeit auf. "Wir bitten sehr darum, dass nun auch mit allen Abgeordneten aller Parteien respektvoll und fair umgegangen wird", heißt es in einer im thüringischen Bad Blankenburg verbreiteten Erklärung des christlichen Netzwerkes, die vom Vorsitzenden Ekkehart Vetter, dem Zweiten Vorsitzenden Siegfried Winkler sowie dem Generalsekretär Hartmut Steeb unterzeichnet ist.

Anders als die meisten Spitzenrepräsentanten von Kirchen und Religionsgemeinschaften in Deutschland erwähnen sie das starke Abschneiden der rechtskonservativen AfD nicht explizit. Viele wichtige Themen stünden für den neugewählten Bundestag an, wie zum Beispiel die "Frage einer geordneten Einwanderung", erklärte die Allianz: "Wir bitten auch darauf zu achten, dass wir nicht zu unseren Gunsten Fachkräfte aus der Zwei-Drittel-Welt anwerben, die dort viel nötiger gebraucht werden zur Entwicklung eigener wirtschaftlicher Stärke." Dadurch könnten Fluchtursachen verringert werden. Zudem sollten in den anstehenden Koalitionsverhandlungen Werte wie unter anderem "das Recht auf Leben für alle - auch für die noch nicht Geborenen und die alten, kranken, sterbenden Menschen", Gleichberechtigung für alle Menschen, das Recht auf freie Religionsausübung sowie der Schutz von Ehe und Familie in den Mittelpunkt gerückt werden.

Die Evangelische Allianz versteht sich als Netzwerk "evangelisch gesinnter Organisationen und Gemeinden". Gegründet wurde die Allianz 1846 in London als interkonfessionelle Einigungsbewegung. In Deutschland gibt es rund 1.000 örtliche Allianzen.