UN warnen von Cholera-Ausbreitung nach Erdrutsch in Sierra Leone

Freiwillige Helfer beerdigen den Sarg eines Opfers, das beim Erdrutsch in Sierra Leone ums Leben gekommen ist.

Foto: dpa/Manika Kamara

Freiwillige Helfer beerdigen den Sarg eines Opfers, das beim Erdrutsch in Sierra Leone ums Leben gekommen ist.

500 Tote wurden geborgen, hunderte Menschen werden noch vermisst. Und zu den Folgen des Erdrutschs kommt jetzt noch die Gefahr von Seuchen, da die Systeme für die Wasser- und Abwasserversorgung beschädigt sind. Sierra Leone braucht dringend Hilfe.

Nach dem verheerenden Erdrutsch in Sierra Leone haben die UN vor einer Ausbreitung von Infektionskrankheiten gewarnt. Die Systeme für die Wasser- und Abwasserversorgung seien durch die heftigen Regenfälle und die Schlammlawine in der Hauptstadt Freetown beschädigt worden, erklärte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Montagabend. Die Gefahr für die Bevölkerung, an Cholera, Typhus, Durchfall und auch Malaria zu erkranken sei dadurch besonders hoch. Zugleich riefen die UN die internationale Gemeinschaft zu Spenden auf.

Nach schweren Regenfällen war am Montag vergangener Woche die Flanke eines Bergs am Rande von Freetown abgerutscht und hatte in kürzester Zeit Dutzende Häuser unter Schlamm und Steinen begraben. Die meisten Bewohner schliefen noch. Etwa 500 Tote wurden geborgen, Hunderte Menschen werden noch vermisst.

"Die Erdrutsche haben für viel Leid gesorgt und viele Menschen haben ihr Leben verloren", sagte der WHO-Verantwortliche in Sierra Leone, Alexander Chimbaru. "Wir müssen alles tun, um die Bevölkerung von zusätzlichen Gesundheitsrisiken zu schützen."