Ein Drittel weniger Spenden für die Diakonie Katastrophenhilfe

Diakonie-Fahnen des evangelischen Hilfswerks

Foto: epd-bild/Diakonie Deutschland

Diakonie-Fahnen des evangelischen Hilfswerks

Die Diakonie Katastrophenhilfe hat im vergangenen Jahr deutlich weniger Spenden eingenommen.

2016 seien 21,1 Millionen Euro an Spenden eingegangen, teilte das evangelische Hilfswerk am Donnerstag in Berlin mit. Im Jahr davor seien es 31,2 Millionen Euro gewesen. Allerdings sei 2015 die Spendenbereitschaft durch das Erdbeben in Nepal und die Flüchtlingssituation in Europa sehr hoch gewesen, sagte die Präsidentin der Organisation, Cornelia Füllkrug-Weitzel.

Von der Bundesregierung, der EU und den Vereinten Nationen erhielt die Hilfsorganisation 2016 rund 30 Millionen Euro, 28 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Gesamteinnahmen lagen dadurch bei 59,4 Millionen Euro (minus 5,8 Prozent). Die Verwaltungs- und Werbungskosten bezifferte das Hilfswerk für 2016 auf 5,9 Prozent (2015: 6,6 Prozent).

Füllkrug-Weitzel appellierte an die internationale Staatengemeinschaft, ihre finanzielle Unterstützung vor allem für Ostafrika zu erhöhen. Der Finanzbedarf für humanitäre Hilfe in der Region sei nicht ansatzweise gedeckt, Hilfen würden nur "äußerst schleppend" finanziert, beklagte sie. In Somalia seien rund sieben Millionen Menschen von humanitärer Hilfe abhängig. Das entspreche fast der Hälfte der Bevölkerung. 1,8 Millionen Menschen seien auf der Flucht.

Somalia ist aktuell einer der Schwerpunkte der Diakonie Katastrophenhilfe. Sie ist weltweit in über 40 Ländern tätig, unter anderen im Südsudan, der Demokratischen Republik Kongo, dem Irak, im Libanon, in Haiti, Kolumbien und der Türkei.