Hunderttausende Kinder sterben jährlich wegen zu wenig Muttermilch

Stillen

Foto: Getty Images/iStockphoto/timosbornephoto

Baby wird gestillt. (Symbolbild)

Hunderttausende Kinder unter fünf Jahren sterben nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation jedes Jahr, weil sie nicht genug Muttermilch erhalten.

Muttermilch versorge Säuglinge mit lebensnotwendigen Nährstoffen und Abwehrstoffen, erklärte die WHO am Dienstag in Genf anlässlich der beginnenden Weltwoche des Stillens.

Babys erhielten durch Muttermilch einen besonderen Schutz vor Durchfallerkrankungen und Lungenentzündungen. Zudem habe das Stillen positive Auswirkungen auf die kognitive Entwicklung der Kinder. "Das Stillen gibt den Babys den bestmöglichen Start ins Leben", betonte WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus. Die Muttermilch habe die Wirkung eines Impfstoffes auf die Kleinen.

Die WHO betonte, dass nur 40 Prozent aller Mädchen und Jungen unter sechs Monaten ausschließlich durch Muttermilch ernährt würden. Falls diese Rate bis 2025 auf 50 Prozent gesteigert würde, könnten 520.000 Kinder unter fünf Jahren vor einem frühzeitigen Tod bewahrt werden.

Zudem wies die WHO auf die gesundheitlichen Vorteile des Stillens für Mütter hin. Bei Müttern, die stillten, sei ein vermindertes Risiko zu verzeichnen, an bestimmten Krebsarten wie Brustkrebs zu erkranken.