Menschenrechtsaktivistin mit Bremer Solidaritätspreis ausgezeichnet

Die kenianische Menschenrechtlerin Stella Agara (34) ist am Sonntag mit dem Bremer Solidaritätspreis ausgezeichnet worden. Die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung wird ihr nach Angaben des Bremer Senats für ihr beispielhaftes Engagement für Steuergerechtigkeit und gegen Steuervermeidung übergeben. Der Gründer der Anti-Korruptionsorganisation "Transparency International", Peter Eigen, sagte dem Evangelischen Pressedienst (epd), Agara sei zum Symbol dafür geworden, dass die Zivilgesellschaft selbst für Steuergerechtigkeit kämpfen müsse. Eigen (79) hielt die Laudatio auf die Preisträgerin.

Agara stammt nach Angaben des Bremer Senats aus einfachen Verhältnissen und hat sich schon in jungen Jahren als freiwillige Helferin an einer Steuererlass-Kampagne für Kinder beteiligt. Unter anderem war sie für den "African Youth Trust" tätig, eine unabhängige, überparteiliche Entwicklungs- und Advocacy-Organisation. Auch international erhebe sie ihre Stimme für ein faires Steuersystem und verbinde ihren hochpolitischen Einsatz stets mit praktischer Arbeit und konkreten Hilfen für lokale Einrichtungen, hieß es.

Der Bremer Solidaritätspreis wird alle zwei Jahre verliehen. Er soll Personen und Initiativen ermutigen, die sich für Menschenrechte und Demokratie sowie gegen die Folgen von Kolonialismus und Rassismus einsetzen. Vor zwei Jahren ging die Auszeichnung an die Traumatherapeutin Esther Mujawayo-Keiner aus Ruanda. Die ersten Preisträger waren 1988 Nelson und Winnie Mandela.