Bedford-Strohm: Heiliger Geist wirkt auch in der Dunkelheit

Zu Pfingsten hat der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, auf die Kraft des Heiligen Geistes hingewiesen. Dieser könne Menschen aus der Traurigkeit führen, erklärte der bayerische Landesbischof in seiner am Freitag veröffentlichten Pfingstbotschaft. Der Heilige Geist wirke heute nicht nur in glücklichen Momenten und Festgottesdiensten, sondern auch "in den Dunkelheiten, die wir in der Welt und in unserem persönlichen Leben erfahren".

Bedford-Strohm erinnerte an den Anschlag auf koptische Christen in Ägypten in der vergangenen Woche. "Wir können die Pfingstbotschaft nicht hören, ohne all das Leiden an uns heranzulassen, das gerade Christen in ganz unterschiedlichen Teilen der Welt in diesen Zeiten trifft. Sie sind Opfer von Menschen, die meinen, sie täten Gott mit ihrem Morden einen Dienst. Obwohl das, was sie tun, die größte Gotteslästerung ist, die man sich vorstellen kann."

Christen feiern Pfingsten - als eines der höchsten kirchlichen Feste - seit Ende des vierten Jahrhunderts 50 Tage nach Ostern. Der Name geht auf das griechische Wort "pentekoste" (der Fünfzigste) zurück. In Erinnerung an die in der Bibel geschilderte Ausgießung des Heiligen Geistes auf die Menschen wird Pfingsten auch als "Geburtstag der Kirche" verstanden.