Stadt Altena erhält ersten Nationalen Integrationspreis

Die nordrhein-westfälische Kleinstadt Altena hat am Mittwoch den ersten Nationalen Integrationspreis der Bundesregierung erhalten. Integration gelinge dort am besten, wo Menschen sich aufeinander einließen, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) bei der Preisübergabe im Bundeskanzleramt in Berlin.

Die Ehrenamtlichen der zahlreichen Integrations-Initiativen erwiesen Deutschland einen besonderen Dienst. Der mit insgesamt 10.000 Euro dotierte Preis solle das vorbildliche Engagement in aller Öffentlichkeit würdigen, fuhr die Kanzlerin fort: "Wir wollen sichtbar machen, wie und dass Integration gelingen kann."

Die Stadt Altena bei Lüdenscheid mit gut 17.000 Einwohnern bündele in enger Zusammenarbeit zwischen Haupt- und Ehrenamtlichen wirksame Instrumente zur Integration, hieß es in der Begründung der Jury für den Nationalen Integrationspreis. Verwiesen wurde auf die Unterbringung von Flüchtlingen in eigenen Wohnungen statt Massenunterkünften, Sprachvermittlung durch ehrenamtliche Lehrer und "Kümmerer" für Flüchtlingsfamilien.

Die Vergabe eines nationalen Preises im Bereich Integration hatte die Bundesregierung vor rund einem Jahr beschlossen. 33 Institutionen konnten dafür Vorschläge einreichen. Altena wurde vom Deutschen Städte- und Gemeindebund vorgeschlagen. Über den Preisträger entschied eine mit Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens besetzte Jury unter Vorsitz des früheren Leiters der Bundesagentur für Arbeit und des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge, Frank-Jürgen Weise. Dem Gremium gehören auch die Integrationsforscherin Naika Foroutan, der Autor Ahmad Mansour, der Schauspieler Elyas M'Barek und die frühere Frankfurter Oberbürgermeisterin Petra Roth (CDU) an.