Steinmeier besucht Berliner Wärmestube für Obdachlose

Bundespräsident in Wärmestube der Berliner Kältehilfe in der Heilig-Kreuz-Kirche.
© Britta Pedersen/dpa
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier schenkte Suppe für Bedürftige aus in Wärmestube der Berliner Kältehilfe in der Heilig-Kreuz-Kirche.
Steinmeier besucht Berliner Wärmestube für Obdachlose
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat am Mittwoch gemeinsam mit seiner Frau Elke Büdenbender eine Wärmestube für Obdachlose in der Berliner Heilig-Kreuz-Kirche besucht. Die Einrichtung in Kreuzberg gehört zur Berliner Kältehilfe und bietet zwischen Oktober und Ostern immer mittwochs von 12 bis 15 Uhr Unterschlupf für Menschen, die auf der Straße leben.

Das Angebot wird wöchentlich von bis 120 Menschen genutzt. Diese bekommen kostenlos Kaffee, Tee, Suppe und belegte Brote gereicht, können sich aus einer Kleiderkammer bedienen und in einem Caritas-Arztmobil vor der Tür medizinisch behandeln lassen.

Steinmeier bedankte sich bei den Ehrenamtlichen der Wärmestube für ihren Einsatz. "Es bedarf Menschen wie ihnen, denen das Schicksal anderer nicht gleichgültig ist", sagte der Bundespräsident. Bei der Bekämpfung von Obdachlosigkeit sei zwar zuerst die Politik gefragt und seien staatliche Hilfen notwendig. "Das alles wird aber nicht ersetzen, was sie als Ehrenamtliche leisten." Den Gästen der Einrichtung wünschte der Bundespräsident, die Möglichkeit, einen Ausstieg aus der Obdachlosigkeit zu finden.



Besuche von Obdachloseneinrichtungen gehören zur Tradition der Bundespräsidenten. Vergangenes Jahr besichtigte Steinmeier vor Weihnachten Deutschlands älteste Bahnhofsmission am Berliner Bahnhof Zoo. Steinmeier hat zudem zum Thema Obdachlosigkeit promoviert und noch als Außenminister ehrenamtlich Brote in der Bahnhofsmission am Zoo geschmiert. Auch war er schon mit dem Kältebus der Berliner Stadtmission unterwegs. 

In der Berliner Kältehilfe engagieren sich zahlreiche Träger mit Angeboten wie Beratungsstellen, Notübernachtungen, Nachtcafés, Suppenküchen und Kältebussen. Aktuell stehen etwa 1.000 Notschlafplätze für Wohnungslose zur Verfügung. Schätzungen gehen von 4.000 bis 10.000 Menschen aus, die in der Bundeshauptstadt auf der Straße leben, darunter immer mehr aus Osteuropa.