"Glaube gehört auch in die sozialen Medien"

Drei Fragen an die Youtuberin Jana Highholder
"Jana glaubt"

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Unter dem Motto "Jana glaubt" spricht Jana Highholder auf Youtube mit jungen Menschen über Glauben und Leben.

Unter dem Motto "Jana glaubt" will die 19-jährige Youtuberin Jana Highholder mit jungen Menschen über Glauben und Leben ins Gespräch kommen.

Bei dem Youtube-Kanal "Jana" im Auftrag der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) gehe es darum, junge Menschen dort zu erreichen, wo sie sind, sagte die Youtuberin dem Evangelischer Pressedienst (epd). In den ersten Wochen erlebte sie Zuspruch und Austausch. Sie muss aber auch mit Schmäh-Kritik umgehen.

Sie sind jetzt einige Wochen mit dem Youtube-Kanal "Jana" online. Was bekommen Sie an Reaktionen?

Jana Highholder: Die Reaktionen sind sehr gemischt. Auf Instagram und Youtube äußern sich Leute, die auch von ihrem eigenen Leben, ihrem Glauben erzählen oder konkrete Fragen stellen. Auf diese Fragen will ich in Zukunft auf meinen Youtube-Beiträgen eingehen. Ich bemühe mich auch, so viel wie möglich über die Plattformen zu antworten. Es gibt natürlich auch einige negative Reaktionen.

Was ist Ihnen wichtig, auf dem Youtube-Kanal "Jana" zu vermitteln?

Highholder: Glaube ist für mich etwas Alltägliches - er findet nicht nur sonntags und nicht nur auf speziellen christlichen Veranstaltungen statt. Deshalb sollte er auch Platz in sozialen Medien haben. Wenn ich Menschen nicht in die Gottesdienste bringen kann, dann bringe ich den Gottesdienst zu den Menschen - und zwar genau dorthin, wo sie sind. In meiner Generation sind das die sozialen Medien.

Wie gehen Sie mit negativer Kritik um?

Highholder: Auf Facebook gibt es schon manchmal Kritik, die verletzend ist. Da geht es weniger um ein Gespräch, sondern mehr darum, jemanden fertig zu machen. Ich frage mich dann, was die Absicht dahinter ist: Wenn Glaube und dieser Gott doch ein solches "Nichts" sind, wie manche Menschen behaupten, wie schafft es dieses "Nichts", eine so massive innerliche Aufruhr, solchen Unmut hervorzubringen? Für mich ist das eigentlich der Beweis dafür, dass wir diese Liebe, von der ich rede, so nötig brauchen.