Deutschland erhöht Hilfen für Mossul um 100 Millionen Euro

waisenkinder_in_moss_54105588-i201.jpg

Foto: dpa/Carol Guzy

Die Bundesregierung stockt ihre Hilfen für die vom "Islamischen Staat" (IS) befreite nordirakische Stadt Mossul auf.

"Allein dieses Jahr investieren wir zusätzlich 100 Millionen Euro in die Stabilisierung und den Wiederaufbau", sagte Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU) den Zeitungen der Essener Funke Mediengruppe (Dienstag). "Schwerpunkte unserer Arbeit sind der Aufbau der Wasser- und Stromversorgung sowie der Bau von Unterkünften und die medizinische Versorgung."

Bislang investierte Deutschland dem Bericht zufolge rund 50 Millionen Euro in die Stabilisierung der Aufnahmeregionen von Flüchtlingen aus Mossul und in den Wiederaufbau der vom IS befreiten Gebiete.

 

Müller sagte, mit deutscher Unterstützung könnten bereits mehr als 60.000 Kinder in Mossul wieder zur Schule gehen und für 150.000 Menschen sei Zugang zu lebensnotwendigem Trinkwasser geschaffen worden. Der Großteil der vor dem IS aus Mossul geflohenen Menschen sei in der Region geblieben und wolle in die Stadt zurückkehren. "Wichtig ist, dass wir die Menschen dabei nicht alleine lassen", betonte der CSU-Politiker.

Nach monatelangen Kämpfen hatte die irakische Regierung die bis dahin von der IS-Terrormiliz kontrollierte Stadt Mossul für befreit erklärt. Der IS habe den Menschen dort unfassbares Leid zugefügt, sagte Müller. Folter, Vergewaltigung und Zerstörung seien an der Tagesordnung gewesen. "Dieses grausame Kapitel geht nun endlich zu Ende."