Kirchenparlamentarier Hans-Rolf Dräger gestorben

Dräger gehörte von 1970 bis 1985 der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und von 1985 bis 1996 der Generalsynode der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) an.

Der langjährige Kirchenparlamentarier Hans-Rolf Dräger ist tot. Er sei am 13. März im Alter von 97 Jahren in Kiel gestorben, teilte die Nordkirche heute mit. Dräger gehörte von 1970 bis 1985 der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und von 1985 bis 1996 der Generalsynode der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) an. Von 1972 bis 1979 war der hauptberufliche Deutschlehrer und Rektor Vorsitzender des Bildungspolitischen Ausschusses der EKD.

Vor seinem Engagement in der EKD wurde Dräger 1972 zum Präsidenten der Schleswig-Holsteinischen Landessynode gewählt und war nach der Gründung der Nordelbischen Kirche ab 1977 deren erster Synodenpräsident. Andreas Tietze, Präses der Landessynode der Nordkirche, würdigte ihn als einen der "markanten Vertreter der jüngsten Kirchengeschichte".

1992 erhielt Dräger für sein ehrenamtliches Engagement die Bugenhagenmedaille der Nordelbischen Evangelisch-Lutherischen Kirche. 1995 verlieh ihm die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel die Ehrendoktorwürde. Dräger war maßgeblich am Aufbau von Partnerschaften zu den Landeskirchen im Baltikum beteiligt. 2010 erhielt er das Verdienstkreuz II. Klasse der Estnischen Evangelisch-Lutherischen Kirche. Er blieb der Seemannsmission Kiel als Ehrenvorsitzender bis zuletzt verbunden.