Evangelische Frauen fordern mehr Hilfen für Alleinerziehende

Nach dem Bekanntwerden erster Daten aus dem neuen Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung fordern die Evangelischen Frauen in Deutschland vor allem mehr Hilfen für Alleinerziehende.

Nötig seien höhere Regelsätze bei den Sozialleistungen und bessere Betreuungsmöglichkeiten für Kinder. "Kindererziehung darf in einer reichen Gesellschaft wie der unseren kein Armutsrisiko mehr sein", sagte die Vorsitzende des evangelischen Dachverbandes, Susanne Kahl-Passoth, am Mittwoch in Hannover.

Wie aus den Anfang der Woche bekanntgewordenen Daten des Bundesarbeitsministeriums hervorgeht, die in den Entwurf des 5. Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung eingeflossen sind, nimmt die Zahl der überschuldeten Bürger weiter zu. Demnach galten 2015 rund 4,1 Millionen Personen als überschuldet. Das betrifft zwei Millionen Haushalte.

Alleinerziehende seien besonders gefährdet, sagte die stellvertretende Vorsitzende der Evangelischen Frauen in Deutschland, Angelika Weigt-Blätgen. "Hier muss dringend eine Gerechtigkeitslücke geschlossen werden." Der Dachverband Evangelische Frauen in Deutschland mit Sitz in Hannover ist nach eigenen Angaben die Stimme evangelischer Frauen in Kirche und Gesellschaft. Zu dem Verband gehören 39 Mitgliedsorganisationen mit insgesamt rund drei Millionen Mitgliedern.

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