Aigner will islamische Vollverschleierung verbieten

Bayerns stellvertretende Ministerpräsidentin Ilse Aigner (CSU) dringt auf ein zügiges Verbot islamischer Vollverschleierung. Gegenüber der Zeitung "die Welt" (Montagsausgabe) forderte sie zudem bessere Bedingungen für unbgeleitete minderjährige Flüchtlinge.

 "Es passt nicht in unsere Kultur, sich zu verbergen - und es widerspricht unserer Vorstellung von einer Gleichstellung der Frau", sagte sie der Tageszeitung "Die Welt" (Montagsausgabe). Die bayerische Wirtschaftministerin äußerte die Erwartung, dass sich auch arabische Touristinnen an ein Verbot halten.

"Als ich in den Iran gereist bin, habe ich die Gebote des Landes befolgt und ein Kopftuch getragen", sagte Aigner: "Ebenso erwarte ich von Frauen aus dem arabischen Raum, dass sie hierzulande auf die Vollverschleierung verzichten."

Zudem fordert sie eine Absenkung der gesetzlichen Standards für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge. Die Jugendlichen würden derzeit nach Jugendhilfegesetz und nicht nach Asylrecht behandelt, sagte Aigner ebenfalls gegenüber "Die Welt". Diese Standards überforderten die Kommunen personell, finanziell und organisatorisch. Um den Betreuungsaufwand und den Anspruch bei der Unterbringung abzusenken, sei eine Gesetzesnovelle erforderlich, sagte die bayerische Wirtschaftministerin.