Protest "Herz statt Hetze" gegen "Pegida" in Dresden

Eine Frau formt mit ihren Händen ein Herz vor ihrem Körper.
Foto: Getty Images/Fuse/Fuse
Protest "Herz statt Hetze" gegen "Pegida" in Dresden
In Dresden formiert sich Protest gegen die "Pegida"-Bewegung. Für kommenden Montag planen mehrere Initiativen, Parteien und Verbände einen Sternmarsch als Gegendemonstration zur "Pegida"-Kundgebung.

Die fremdenfeindliche Bewegung will dann ihren Jahrestag begehen. Geplant seien vier Routen, eine fünfte sei angemeldet, sagte die Sprecherin der Vorbereitungsgruppe, Rita Kunert, am Freitag in Dresden. Es werde mit rund 5.000 Teilnehmern gerechnet. "Wenn es eine fünfstellige Zahl wird, dann ist es gut", sagte Kunert.

Von "Pegida" strahle "die Menschenfeindlichkeit ins ganze Land", heißt es in dem Aufruf der Initiatoren. Rassistische Ausschreitungen wie in Dresden-Prohlis, Heidenau und Freital seien "das Ergebnis der geistigen Brandstiftung montäglicher 'Pegida'-Aufmärsche". Es sei notwendig, auf die Straße zu gehen und zu zeigen, "für welche Gesellschaft wir einstehen". Der Protest soll unter dem Motto "Es reicht! Herz statt Hetze" laufen.



"Pegida" marschierte erstmals am 20. Oktober 2014 in Dresden. Einen "Spaziergang" durch die Stadt, wie sonst jede Woche, wird es am Jahrestag nicht geben. Die Polizei genehmigte ausschließlich eine Kundgebung auf dem Theaterplatz. Nur unweit entfernt wollen die Gegendemonstranten in Hör- und Sichtweite ihren Protest lautstark äußern. Eine der Routen des Sternmarsches endet nahe der "Pegida"-Kundgebung auf dem benachbarten Schlossplatz.

Die islamfeindliche, zunächst kleine Gruppe "Pegida" um ihren Gründer Lutz Bachmann war im Laufe des vergangenen Jahres zu einer asyl-, medien- und politik-feindlichen Bewegung gewachsen, die auch aktuell wieder Zulauf verzeichnet. Rund 9.000 Anhänger gingen am vergangenen Montag auf die Straße.