Die Diakonie: Gelebte Nächstenliebe

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"Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst", sagt Jesus im Markus-Evangelium zu den Schriftgelehrten. Es ist neben der Liebe zu Gott das wichtigste Gebot im Christentum, und es ist zugleich der Auftrag des Diakonischen Werkes der EKD. Gelebte Nächstenliebe, mit allem was dazu gehört, hat die Diakonie zu einer der größten sozialen Institutionen Deutschlands werden lassen. Sie gehört unmittelbar und untrennbar zur Kirche dazu.

Zusammengefasst könnte man die Diakonie als evangelische Sozialarbeit bezeichnen. Aber dies ist nur ein Teil von ihr. Den Vätern und Müttern der heutigen Diakonie ging es neben der Hilfe, Unterstützung, Betreuung und Begleitung von Menschen am Rande der Gesellschaft auch um ein zweites: Sie wollten ihnen das Evangelium bringen, ihnen von Jesus Christus erzählen.

Ihr Glaube an Jesus leitete sie in ihrem Tun und Handeln. Dies ist bis heute Grundlage und Basis aller Arbeit innerhalb der Diakonie. Detailierter und bezogen auf die einzelnen Bereiche der Diakonie steht es im Selbstverständnis.

Das Leitbild der Diakonie gibt ebenfalls Auskunft zu Basis und Motivation diakonischen Handelns. Es findet sich in angepasster Form in den verschiedenen Diensten und Einrichtungen der Diakonie wieder.

Da die Diakonie bundesweit als eingetragener Verein organisiert ist, finden sich hier die entsprechenden organisatorischen Informationen über die Organe, die den Verein tragen. Satzung, Mitgliederübersicht und die jährlichen Berichte geben einen Einblick in die vielfältigen Aktivitäten.

Selbstdarstellung - Was ist die Diakonie?

Die Diakonie ist die soziale Arbeit der evangelischen Kirchen. Weil der Glaube an Jesus Christus und praktizierte Nächstenliebe zusammen gehören, leisten diakonische Einrichtungen vielfältige Dienste am Menschen. Sie helfen Menschen in Not und in sozial ungerechten Verhältnissen. Sie versuchen, die Ursachen dieser Notlagen zu beheben. "Diakonie" leitet sich vom griechischen Wort für Dienst ab.

Das Diakonische Werk der Evangelischen Kirche in Deutschland ist ein gemeinnütziger Verein. Ihm gehören als Mitglieder die Diakonischen Werke der 22 Landeskirchen der EKD, neun Freikirchen mit ihren diakonischen Einrichtungen sowie 81 Fachverbände der verschiedensten Arbeitsfelder an.

Diese Mitglieder arbeiten in fast 27.500 selbstständigen Einrichtungen unterschiedlicher Größe und Rechtsform mit mehr als einer Million Betreuungsplätzen. Es sind dort mehr als 435.000 hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter voll- oder teilbeschäftigt.

Ferner gibt es etwa 3.600 diakonische Selbsthilfe- und Helfergruppen. Mitgetragen wird die diakonische Arbeit von den rund 18.000 Gemeinden der Landes- und Freikirchen. Rund 400.000 ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind in der Diakonie aktiv.

Die Geschichte der Diakonie

Die Geschichte der organisierten Diakonie begann 1848. Der Hamburger Theologe Johann Hinrich Wichern entwarf beim Wittenberger Kirchentag das Programm der Inneren Mission gegen geistliche und materielle Armut sowie soziale Not.

Der "Centralausschuß für die Innere Mission der Deutschen Evangelischen Kirche" wurde gebildet. Danach entstanden überall in Deutschland Verbände der Inneren Mission mit rechtlich selbstständigen, sozialpädagogischen, fürsorgerischen und pflegerischen Heimen, Anstalten und Einrichtungen.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurde das Hilfswerk der Evangelischen Kirche in Deutschland gegründet. Es erschloss Auslandshilfen und belebte ökumenische Kontakte, um die Hungersnot in Deutschland zu bekämpfen, Vertriebene und Flüchtlinge anzusiedeln und die Jugendberufsnot zu lindern.

Die Innere Mission und das Hilfswerk haben sich seit 1957 in landeskirchlichen Werken zusammengeschlossen. 1975 wurden sie im Diakonischen Werk der EKD vereint. Am 19. März 1991 sind die Diakonischen Werke der Kirchen des Bundes der Evangelischen Kirchen in der DDR dem Diakonischen Werk der EKD beigetreten.

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