Bundesregierung: 940 Straftaten bei "Pegida" und Ablegern

Pegida-Demonstranten haben am 19.10.2015 in Dresden (Sachsen) eine Deutschlandfahne ausgebreitet.

Foto: dpa/Ralf Hirschberger

"Pediga"-Kundgebung im Oktober in Dresden.

Bei den fremden- und islamfeindlichen Demonstrationen der "Pegida"-Bewegung und ihrer Ableger kommt es immer wieder zu Straftaten.

Insgesamt seien seit der ersten "Pegida"-Demonstration im Oktober 2014 in Dresden bei allen bundesweiten "Gida"-Aufzügen 940 Straftaten registriert worden, berichtet der in Berlin erscheinende "Tagesspiegel" (Mittwochsausgabe) unter Berufung auf eine Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag. 255 Taten seien dabei dem Bereich "Politisch motivierte Kriminalität rechts" zugerechnet worden.

Die Linken-Bundestagsabgeordnete Martina Renner sagte der Zeitung, die Zahlen würden "nur einen Ausschnitt der Realität" widerspiegeln. "Übergriffe auf Journalisten, Gegendemonstranten oder migrantisch aussehende Menschen, die auch nur zufällig in der Nähe solcher Veranstaltungen sind, werden komplett unterschlagen", sagte sie. Die Sicherheitsbehörden und Strafverfolger in Sachsen und darüber hinaus hätten ein "erhebliches Wahrnehmungsdefizit."

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