Evangelischer Diakon: Beruf mit breitem Spektrum

Foto: fotolia

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Die Rolle eines Pfarrers in der Gemeinde ist offensichtlich. Es gibt aber noch mehr kirchliche Berufe, die weniger bekannt sind – und dennoch keine Nebenrollen spielen. Evangelische Diakonin oder evangelischer Diakon zum Beispiel ist so ein Job. Wenn jemand überhaupt schon mal davon gehört hat, gibt es meistens einige Missverständnisse: „Sind die nicht katholisch?“ - „Ah, das sind doch die mit dieser komischen Tracht, oder?“

Diakoninnen und Diakone gibt es in der evangelischen wie in der katholischen Kirche. Sie haben unterschiedliche Aufgaben in Gemeinden und diakonischen Einrichtungen. Darum haben sie eine doppelte Qualifikation: eine kirchlich anerkannte theologische Ausbildung und eine staatlich anerkannte Ausbildung in einem Sozialberuf.

Die Ausbildung zur Diakonin und zum Diakon ist in den evangelischen Landeskirchen unterschiedlich gestaltet, jede Ausbildungsstätte hat ihre eigene Prägung. Gemeinsam ist ihnen jedoch: Alle Ausbildungen vermitteln kirchlich-theologisches und pädagogisches oder pflegerisches Fachwissen, jeweils für einen Pflegeberuf, ein Sozialarbeits-Studium oder pädagogische Aufgaben. Und sie führen zu entsprechenden kirchlich und staatlich anerkannten Abschlüssen. Der Ausbildungsgang endet mit der Einsegnung ins Amt der Diakonin und des Diakons.

Für Diakoninnen und Diakone in der evangelischen Kirche finden sich Arbeitsfelder in Kirchengemeinden, Kirchenkreisen, Landeskirchen, Diakonischen Werken, diakonischen und auch kommunalen und staatlichen Einrichtungen.