Arbeiterwohlfahrt fordert Nationalen Ausschuss gegen Hooligan-Gewalt

Arbeiterwohlfahrt fordert Nationalen Ausschuss gegen Hooligan-Gewalt
Nach der Hooligan-Demonstration am Samstag Hannover hat der Bundesverband der Arbeiterwohlfahrt (AWO) die Bundesregierung aufgefordert, einen Nationalen Ausschuss zu gründen.

Ein solcher Ausschuss könne die Ereignisse aufarbeiten und künftig ähnliche Aufmärsche verhindern, sagte der AWO-Bundesvorsitzende Wolfgang Stadler am Montag in Berlin.

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"Wir müssen erreichen, dass der Zulauf zu solchen Gruppierungen und Aufmärschen gestoppt wird", sagte Stadler. Er bot die Mitarbeit der Arbeiterwohlfahrt an. Sie engagiere sich bereits mit zwölf von insgesamt mehr als 50 Fanprojekten in Deutschland. 

Nach einer Demonstration gegen Salafismus in Köln, bei der es Ende Oktober zu schweren Ausschreitungen gekommen war, hatte es am Wochenende erneut einen Aufmarsch gegeben. In Hannover waren dazu am Samstag rund 3.200 Hooligans, Neonazis und Sympathisanten zusammengekommen. Mit strikten Auflagen für die Demonstranten und Tausenden Polizisten aus acht Bundesländern und von der Bundespolizei konnten Krawalle dieses Mal verhindert werden.