Konfirmation ist gut für die Gesellschaft

Konfirmationsgottesdienst in Leipzig

Foto: epd-bild/Jens Schulze

Eine groß angelegte Studie brachte überraschende Erkenntnisse über die Wirkung der Konfirmandenarbeit.

Ach, die Konfirmanden. Die machen das alles doch nur wegen dem Geld. Sitzen ihre Konfi-Stunden und exakt die minimal vorgeschriebene Anzahl Gottesdienst ab und kassieren hinterher fett Kohle dafür, lohnt sich ja.

Wahrscheinlich kennen Sie auch den Witz von den Fledermäusen im Kirchendach. Der erste Pfarrer hat's mit einer Katze probiert – hat nichts geholfen. Der zweite hat mit einem Gewehr auf sie geballert – aber am nächsten Tag waren sie wieder da. Der dritte jedoch sagt: "Ich bin die Fledermäuse los!" – "Was hast du denn gemacht?" – "Ganz einfach: Ich hab sie getauft, konfirmiert – und nie mehr gesehen."

Eine groß angelegte internationale Studie aus Bamberg jedoch lässt hoffen: Der Anteil der Jugendlichen, die sich nur aus monetären Gründen konfirmieren lassen und anschließend nie mehr gesehen werden, ist kleiner als gedacht. Stattdessen hat die empirische Untersuchung mit immerhin 28.000 Jugendlichen aus neun europäischen Ländern wirklich Überraschendes (oder doch eigentlich nicht so Überraschendes) ergeben: Konfirmandenarbeit fördert den Zusammenhalt und soziales Engagement. Insbesondere dort, wo ehemalige Konfis als Ehrenamtliche mitarbeiten, lassen sich viele Konfirmandinnen und Konfirmanden zu eigenem ehrenamtlichen Engagement nach der Konfirmation bewegen. Die Quote schwankt stark von Land zu Land – und korreliert ganz deutlich mit der Zahl der jugendlichen Ehrenamtlichen in der Jugendarbeit. Da sage nochmal jemand was über unnütze Jugendliche.

http://www.epd.de/zentralredaktion/epd-zentralredaktion/studie-konfirmation-f%C3%B6rdert-zivilgesellschaft (5. April 2016)

aus dem chrismonshop

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