Mitarbeiter von Indianerschutzbehörde im Amazonas erschossen

Mitarbeiter von Indianerschutzbehörde im Amazonas erschossen

Ein Mitarbeiter der brasilianischen Indianerschutzbehörde Funai ist im Amazonas-Regenwald erschossen worden. Maxciel Pereira dos Santos wurde in der Nähe der Stadt Tabatinga an der Grenze zu Peru und Kolumbien getötet, wie die Tageszeitung "Folha de São Paulo" berichtete. Er sei auf seinem Motorrad unterwegs gewesen, als die tödlichen Schüsse am Freitag vergangener Woche fielen.

Santos arbeitete seit zwölf Jahren für die Indianerschutzbehörde im Javari-Tal, einem der größten Indianerschutzgebiete, in dem mehr als 5.000 Ureinwohner von sieben Völkern und elf isolierte Stämme leben. Die Mitarbeiter von Funai sollen das Eindringen von Farmern und illegalen Holzfällern in das Schutzgebiet verhindern.

Die Polizei nahm Ermittlungen wegen der Schüsse auf Santos auf. Es lägen allerdings noch keine ausreichenden Hinweise auf mögliche Täter vor, hieß es. Schon mehrfach gab es Angriffe gegen den Stützpunkt von Funai, in diesem Jahr bereits vier Mal.

In der Amazonas-Region wüten derzeit die schwersten Waldbrände seit Jahren. Seit Wochen kämpfen Militär und Feuerwehr gegen die verheerenden Feuer. Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro hatte sich internationaler Kritik ausgesetzt, als er die Waldbrände als "nicht ungewöhnlich" bezeichnete und internationale Hilfe ablehnte.

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