Weitere Hilfszusagen für Suche nach entführten Nigerianerinnen

Weitere Hilfszusagen für Suche nach entführten Nigerianerinnen
Mehr als drei Wochen nach der Entführung von mehr als 240 Schülerinnen in Nigeria kommt mit Unterstützung aus dem Ausland Bewegung in die Suche.

Bis zum Donnerstag sagten neben den USA und Großbritannien auch Frankreich, China und Kanada ihre Hilfe zu. Sie wollen laut nigerianischen Medienberichten vom Donnerstag mit Experten-Teams oder technischer Ausrüstung und Aufklärung zur Seite stehen, um die von der islamistischen Terrorgruppe Boko Haram verschleppten Mädchen zu finden.

Nigerias Präsident Goodluck Jonathan erklärte nach Berichten des britischen Senders BBC, er gehe davon aus, dass der Entführungsfall "den Anfang des Endes des Terrors in Nigeria" einleite. International hat die Entführung Entsetzen und Empörung ausgelöst.

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Boko Haram überzieht Nigeria seit rund fünf Jahren mit Terror. Die Gruppe, deren Name "Westliche Bildung ist Sünde" bedeutet, kämpft auch gezielt gegen die Schulbildung von Mädchen. Ihr mutmaßlicher Anführer Abubakar Shekau hat in einem am Montag bekanntgewordenen Bekennervideo angekündigt, die Entführten zu verkaufen und zwangszuverheiraten.

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon zeigte sich tief besorgt. Angriffe auf Kinder und Schulen könnten unter keinen Umständen gerechtfertigt werden, betonte er. Seine Sondergesandte für Kinder und bewaffnete Konflikte, Leila Zerrougui, äußerte sich entsetzt über die Entführung und rief die internationale Gemeinschaft zur Unterstützung bei der Suche nach den Mädchen auf. Sie habe gemeinsam mit der UN-Menschenrechtskommissarin Navi Pillay und weiteren Kolleginnen darauf gedrungen, dass die nigerianische Regierung ihre Bemühungen verstärke.

Der Verband der Christen in Nordnigeria (CAN) erhob unterdessen schwere Vorwürfe gegen die Behörden vor Ort und verlangte eine Erklärung, wie Hunderte Mädchen einfach verschwinden könnten. Er forderte die Verantwortlichen laut der Zeitung "Vanguard" auf, zu erläutern, "was sie taten und was sie nicht taten" und warum Sicherheitswarnungen ignoriert worden seien. "Wir vermuten eine Verschwörung", erklärt der Verband mit Verweis darauf, dass keine Töchter von Lehrern oder Schulleitung unter den Verschleppten seien.