Südsudan-Konflikt: Mehr als 200 Bootsflüchtlinge im Nil ertrunken

Foto: dpa/Hailemichael Gebrekrstos
Südsudan-Konflikt: Mehr als 200 Bootsflüchtlinge im Nil ertrunken
Bei einem Fährunglück auf dem Weißen Nil im Südsudan sind nach Militärangaben mehr als 200 Flüchtlinge ertrunken.

Die Opfer waren auf der Flucht vor Kämpfen in der Ortschaft Malakal, wie der britische Rundfunksender BBC am Dienstag unter Berufung auf einen Armeesprecher berichtete.

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Nach Angaben der Vereinten Nationen sind vor den Gefechten zwischen den südsudanesischen Regierungstruppen und Rebellen insgesamt rund 355.000 Menschen geflohen. Mehr als 1.000 Menschen wurden seit Beginn des Konflikts Mitte Dezember getötet. Malakal ist die Hauptstadt des nördlichsten Bundesstaates Upper Nile und seit mehreren Tagen Schauplatz von Kämpfen.

Der Südsudan ist der jüngste Staat der Welt. Er hat sich im Juli 2011 vom Sudan gelöst. Vorausgegangen waren zwei Jahrzehnte Unabhängigkeitskrieg. Die Abspaltung selbst erfolgte nach einem Friedensvertrag und einem Referendum ohne größere Zwischenfälle.