Deutschland bei Korruptionsvermeidung nicht im Spitzenfeld

Deutschland bei Korruptionsvermeidung nicht im Spitzenfeld
Die Antikorruptionsorganisation Transparency International hat die künftige Bundesregierung zu verstärkten Bemühungen um Transparenz und gegen Lobbyismus angehalten.

Die Vorsitzende Edda Müller betonte bei der Vorstellung des sogenannten Korruptionswahrnehmungsindex am Dienstag in Berlin, Deutschland liege hier nicht im Spitzenfeld. Von 177 untersuchten Ländern und Territorien erreiche Deutschland Platz 12.


Der Index setzt sich nach Angaben von Transparency aus verschiedenen Expertenbefragungen zusammen und misst die bei Politikern und Beamten wahrgenommene Korruption. Deutschland erreiche auf einer Skala von 0 bis 100 ("keine wahrgenommene Korruption") 78 Punkte. Deutlich vor der Bundesrepublik lägen Dänemark (91 Punkte), Finnland (89) und Schweden (89). International reihe sich außerdem Neuseeland (91 Punkte) in die Gruppe der Spitzenreiter ein.

Müller sagte, nötig sei ein transparenter Rahmen, in dem sich Politiker und Interessenvertreter bewegten. Leider lasse der Koalitionsvertrag aber keine Fortschritte dabei erkennen. "Wir erwarten von Frau Merkel, dass sie Transparenz im Lobbyismus zur Chefinnensache macht", unterstrich Müller.

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