Oxfam-Chefin wechselt zu UNAIDS

Oxfam-Chefin wechselt zu UNAIDS

Die frühere Chefin der Hilfsorganisation Oxfam, Winnie Byanyima, wechselt an die Spitze des UN-Aidsprogramms UNAIDS. Die von UN-Generalsekretär António Guterres ernannte Uganderin bekräftigte das UNAIDS-Ziel, die Immunschwächekrankheit bis 2030 auszumerzen. "Das ist ein Ziel, das wir erreichen können", sagte sie laut einer UNAIDS-Erklärung vom Mittwochabend. Sie unterschätze aber nicht die Herausforderungen, die es noch zu bewältigen gelte.

Mit der Berufung Byanyimas endet eine monatelange Vakanz, die durch den Weggang des früheren UNAIDS-Generaldirektors Michel Sidibé im Juni entstanden war. Sidibé war damit seiner Entlassung zuvorgekommen. Eine zur Klärung von Vorwürfen gegen ihn eingesetzte Kommission hatte ihm unter anderem Mobbing, sexuelle Belästigung und Vetternwirtschaft vorgeworfen. Sidibé wechselte als Gesundheitsminister nach Mali.

Byanyima begann ihre Laufbahn als Abgeordnete des Parlaments von Uganda, wo sie sich für Randgruppen und Frauen engagierte. 2004 wurde sie in die Kommission der Afrikanischen Union für die Themen Frauen und Entwicklung berufen. Später wechselte sie als Direktorin mit dem gleichen Aufgabengebiet zum UN-Umweltprogramm UNEP nach Nairobi. 2013 übernahm die studierte Maschinenbau-Ingenieurin und Luftfahrttechnikerin die Leitung der Hilfsorganisation Oxfam.

UNAIDS ist ein Zusammenschluss von elf UN-Organisationen, deren Ziel die Ausrottung der Immunschwächekrankheit ist. 2018 lebten laut UNAIDS weltweit knapp 38 Millionen Menschen mit dem HI-Virus, 770.000 Menschen starben daran. Ungefähr drei Viertel der Infizierten leben in Afrika südlich der Sahara.

Meldungen

Top Meldung
Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland
Die Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) hat den Haushaltsplan für 2020 beschlossen. Die Delegierten stimmten am Mittwochmorgen in Dresden einstimmig für den Entwurf, den Finanzexperte und EKD-Ratsmitglied Andreas Barner bereits am Montag eingebracht hatte.