Welthungerhilfe: Helfer im Ausland brauchen besseren Schutz

Welthungerhilfe: Helfer im Ausland brauchen besseren Schutz
Deutschland spricht 2019

Die schlechte Sicherheitslage in vielen Ländern erschwert nach Angaben der Deutschen Welthungerhilfe zunehmend die Arbeit von Hilfsorganisationen und behindert die Hilfe für Menschen in Not. Humanitäre Helfer würden immer häufiger selbst Opfer von Angriffen und Entführungen, erklärte die Organisation am Donnerstag in Bonn zum Welttag der Humanitären Hilfe am 19. August. Die Welthungerhilfe hat derzeit rund 200 Mitarbeiter im Ausland.

Mehr als 400 Gewalttaten gegen humanitäre Helfer wurden im vergangenen Jahr gezählt, dabei wurden mehr als 130 Menschen getötet. Die meisten Angriffe wurden laut dem "Aid Worker Security Report" im Südsudan verübt.

"Die Arbeitsbedingungen für unsere Mitarbeiter werden zunehmend gefährlicher", sagte der Generalsekretär der Welthungerhilfe, Mathias Mogge. Die Grundsätze des humanitären Völkerrechts und der Genfer Konventionen seien deshalb aktueller denn je, auch 70 Jahre nach ihrem Abschluss. Zu den Regeln zähle vor allem, dass humanitäre Helfer und die Zivilbevölkerung nicht zur Zielscheibe von Angriffen gemacht werden dürften und dass bei Verletzung strafrechtliche Konsequenzen folgten. Die Bundesregierung müsse ihren Sitz im UN-Sicherheitsrat weiter dazu nutzen, einer Aushöhlung des humanitären Völkerrechts entgegenzuwirken, unterstrich Mogge.

Der Welttag der Humanitären Hilfe macht jedes Jahr auf die Arbeit von Helferinnen und Helfern aufmerksam. Der "World Humanitarian Day" wurde als Reaktion auf einen Terroranschlag auf das UN-Hauptquartier in der irakischen Hauptstadt Bagdad am 19. August 2003 ins Leben gerufen, bei dem 22 Menschen getötet wurden.

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