Südafrika begeht Mandelas ersten Todestag mit Lärm und Stille

Südafrika begeht Mandelas ersten Todestag mit Lärm und Stille
Mit Glockenläuten, Sirenen und Vuvuzela-Tröten, aber auch minutenlanger Stille will Südafrika an diesem Freitag an Nelson Mandela erinnern, dessen Todestag sich zum ersten Mal jährt.

Am Morgen wollen Regierungsmitglieder Kränze für den ehemaligen Freiheitskämpfer und "Vater der Nation" niederlegen. Vizepräsident Cyril Ramaphosa wird bei einer Gedenkfeier sprechen. Präsident Jacob Zuma hält sich in China auf. Um 9.56 Uhr Ortszeit (8.56 Uhr in Deutschland) soll für drei Minuten und sieben Sekunden ohrenbetäubender Lärm gemacht werden, dem drei Minuten stilles Gedenken an Mandela folgen. Die zusammen sechs Minuten und sieben Sekunden stehen für die 67 Jahre, die Mandela seinem Einsatz für Frieden, Freiheit und Gerechtigkeit gewidmet hat. Zum Schluss sollen alle Südafrikaner die Nationalhymne singen.

Aber auch Gospelkonzerte, ein Kricket-Match und viele andere Events sind zu Mandelas Ehren geplant. Der erste schwarze Präsident Südafrikas war am 5. Dezember 2013 im Alter von 95 Jahren gestorben. Der Friedensnobelpreisträger war unter dem Apartheidregime 27 Jahre im Gefängnis und handelte nach seiner Freilassung 1990 den friedlichen Übergang zur einer Demokratie aus. Seine Wahl zum Präsidenten 1994 besiegelte das Ende der Rassentrennung, die die schwarze Bevölkerungsmehrheit massiv unterdrückt hatte.

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