Kirchenpräsident Jung bittet ehemalige Heimkinder um Verzeihung

Der hessen-nassauische Kirchenpräsident Volker Jung

© epd-bidld/Norbert Neetz

Im Vorwort der Dokumentation bittet der hessen-nassauische Kirchenpräsident Volker Jung ehemalige Heimkinder um Verzeihung.

Kirchenpräsident Jung bittet ehemalige Heimkinder um Verzeihung
Die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) hat eine Dokumentation über die Situation von Heimkindern in der Nachkriegszeit vorgelegt. Auf 72 Seiten arbeite das Buch unter anderem auf, wo es Beziehungen zur evangelischen Kirche gab, teilte die EKHN am Dienstag in Darmstadt mit.
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In dem Band gehe es auch um den oft menschenverachtenden Umgang mit den Kindern und Jugendlichen und die systematische Abschottung der Heime von der Außenwelt. 

Die EKHN hatte 2012 als Folge der Entschließung des Deutschen Bundestags vom Jahr zuvor die Aufarbeitung der Heimkinderschicksale begonnen. Neben Gesprächen mit einzelnen Betroffenen beauftragte die Kirche eine Historikerin, den Bestand der Kinderheime auf dem Gebiet der EKHN zwischen 1945 und 1975 zu erfassen. Darüber hinaus entstanden ein Dokumentarfilm und eine Wanderausstellung.



Im Vorwort der Dokumentation bittet der hessen-nassauische Kirchenpräsident Volker Jung ehemalige Heimkinder wegen des ihnen vielfach zugefügten Leids um Verzeihung. Er dankte zugleich dafür, dass sich viele Betroffene geöffnet und ihr jahrelanges Schweigen gebrochen hätten. So habe er Menschen kennengelernt, deren "Kindheit entsetzlich" war. Ihnen sei Vertrauen geraubt und Chancen zur Entwicklung genommen worden. "Wir wollen daraus lernen", sagte Jung.

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