132 Millionen Menschen brauchen 2019 humanitäre Hilfe

Hungersnot in Malualkuel im Südsudan

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Eine Frau in Malualkuel im Südsudan hält am Standort einer Essensausgabe ihre hungernde Tochter im Arm.

Etwa 132 Millionen Menschen werden im kommenden Jahr Hilfe zum Überleben brauchen. Davon gehen die Vereinten Nationen aus. Vor allem die vielen bewaffneten Konflikte wie im Südsudan, in Syrien und Afghanistan stürzten die Bevölkerung in Hunger und Elend, warnte der UN-Nothilfekoordinator Mark Lowcock am Dienstag in Genf. Etliche Konflikte zögen sich bereits über Jahre hin und verlängerten das Leiden der Opfer immer weiter.

Von den 132 Millionen Bedürftigen könnten die UN und ihre Partnerorganisationen die Schwächsten 94 Millionen mit dem Nötigsten versorgen, sagte Lowcock. Für mehr reiche das Geld nicht. Die übrigen 38 Millionen Leidenden mmüssten Regierungenund andere Hilfswerke unterstützen. Um ihre Nothilfe zu finanzieren veranschlagt die Weltorganisation für 2019 einen Bedarf von voraussichtlich rund 25 Milliarden US-Dollar. Allein für die Syrien-Hilfe seien drei Milliarden nötig.

Im laufenden Jahr stellten die Geberländer und -organisationen knapp 14 Milliarden US-Dollar für humanitäre Hilfe durch die UN zur Verfügung. Dies sei Menschen in 41 Staaten etwa in den Bürgerkriegsländern Jemen und Syrien zugute gekommen. Lowcock zufolge besteht die Unterstützung für die Bedürftigen aus Lebensmitteln, medizinischer Versorgung, Unterkünften, elementaren Bildungsangeboten und Schutzvorkehrungen gegen Übergriffe und Gewalt.



Im Jemen hätten 2018 jeden Monat durchschnittlich etwa acht Millionen Kinder, Frauen und Männer Lebensmittelrationen erhalten. In Syrien seien monatlich rund 5,4 Millionen Bedürftige mit Medikamenten, Unterkünften und anderen Hilfsgütern versorgt worden. Auch Opfer von Naturkatastrophen seien im laufenden Jahr unterstützt worden.