Foto: EKIR/Eric Lichtenscheidt
Manfred Rekowski möchte, dass Christen aktiv gegen Judenfeindlichkeit vorgehen.
Christen sollen gegen Judenfeindlichkeit vorgehen
Christen sollten nach den Worten des rheinischen Präses Manfred Rekowski entschieden gegen alle Formen von Judenfeindschaft und Fremdenhass vorgehen.
"Wer sich gegen Juden wendet, greift die Grundlage unseres christlichen Glaubens an", schreibt der Theologe in einer am Freitag in Düsseldorf veröffentlichten Kanzelabkündigung, die am Sonntag in den Gottesdiensten der rheinischen Gemeinden verlesen werden soll. Darin erinnert der Präses der zweitgrößten evangelischen Landeskirche an die Pogromnacht vom 9. November 1938.
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Wegen eines geplanten Brandanschlags auf die Synagoge in Bochum und versuchter Brandstiftung ist ein 36-jähriger Deutsch-Iraner am Dienstag zu einer Haftstrafe von zwei Jahren und neun Monaten verurteilt worden.
Unter dem Leitgedanken "Zusammen leben" haben sich Vertreter jüdischer Gemeinden aus ganz Deutschland für vier Tage in Berlin getroffen. Auch Kanzler Scholz besuchte den Gemeindetag. Dabei versicherte er den Juden seine volle Solidarität.
Vor 80 Jahren, in der Nacht vom 9. auf dem 10. November, hatten Nationalsozialisten in ganz Deutschland Synagogen und jüdische Gemeindehäuser niedergebrannt, Tausende Juden wurden verhaftet, mehrere Hundert ermordet. Damals hätten sich auch viele christliche Gemeindemitglieder an den Verbrechen beteiligt oder sie hingenommen, beklagt Rekowski in seinem Schreiben. "Nur sehr wenige widerstanden."





















