Proteste gegen Trump bei Besuch in Pittsburgh

Donald Trump und First Lady Melania Trump und Jeffrey Myers in Pittsburgh

© Andrew Harnik/AP/dpa

Donald Trump und First Lady Melania Trump und Jeffrey Myers, Rabbi der Tree of Life Synagoge, gingen zu einer Gedenkstätte, die an die Opfer des Attentats in der Tree of Life Synagoge erinnert.

Proteste gegen Trump bei Besuch in Pittsburgh
US-Präsident Donald Trump hat am Dienstag (Ortszeit) die Synagoge in Pittsburgh besucht, in der ein Mann am Samstag elf Menschen erschossen hat. Trump kam in Begleitung seiner Frau Melania, seiner Tochter Ivanka und seines Schwiegersohnes und Beraters Jared Kushner. Der Präsident wolle mit Pittsburgh trauern, teilte das Weiße Haus mit. Bei vielen Bewohnern der Stadt stieß der Besuch auf Kritik.

Hunderte Menschen demonstrierten am Dienstag gegen den Präsidenten. Mehr als 25.000 Menschen sollen einen Offenen Brief des jüdischen Verbandes "Bend the Arc" unterzeichnet haben, wonach Trump nicht willkommen sei in Pittsburgh, so lange er gegen Einwanderer und Flüchtlinge hetze. Der Bürgermeister von Pittsburgh, Bill Peduto, hat laut der Zeitung "Pittsburgh Post Gazette" die Einladung des Weißen Hauses zu einem Treffen mit Trump abgelehnt. Auch der Gouverneur von Pennsylvania, Tom Wolf, habe sich nicht mit dem Präsidenten treffen wollen.

Kritiker machen Trumps Attacken auf Medien, Migranten und Gegner mitverantwortlich für ein vergiftetes politisches Klima in den USA. Der in Untersuchungshaft sitzende mutmaßliche Massenmörder soll antisemitische Hasstexte in soziale Medien gepostet haben. Einer richtete sich gegen eine jüdische Flüchtlingshilfsorganisation.

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Rabbiner Jeffrey Myers von der "Tree of Life"-Synagoge und der israelische Botschafter in den USA, Ron Dermer, begrüßten den Präsidenten in Pittsburgh. Myers sagte dem Fernsehsender CNN, der Präsident der Vereinigten Staaten sei immer willkommen: "Ich bin ein Bürger. Er ist mein Präsident." Laut Medienberichten besuchte Trump beim Angriff auf die Synagoge verwundete Polizisten im Krankenhaus. Während seines etwa vierstündigen Aufenthalts in Pittsburgh gab er keine öffentlichen Statements ab.