Evangelische Kirche will sich mehr um Singles kümmern

Evangelische Kirche will sich mehr um Singles kümmern
Die evangelische Kirche will sich mehr um Singles kümmern. Die Kirche habe keine passenden Angebote für Menschen, die freiwillig oder unfreiwillig alleine leben, sagte Martin Rosowski vom Evangelischen Zentrum Frauen und Männer am Dienstag zum Abschluss der Themenwoche "Familie, Lebensformen und Gender" auf der Wittenberger Weltausstellung Reformation. Das Single-Dasein betreffe eine wachsende Zahl von Menschen. Rosowski: "Hier hat Kirche eine große Leerstelle."

Das Single-Dasein werde häufig von Nichtbetroffenen als defizitär wahrgenommen, fügte Rosowski hinzu: "Es gibt aber viele Menschen, die ganz bewusst als Alleinstehende leben." Rosowski ist zusammen mit Eske Wollrad Geschäftsführer des Evangelischen Zentrums Frauen und Männer. Bei der Themenwoche standen von Mittwoch bis Montag Aspekte wie Familienmodelle, Selbstdefinition und -bestimmung im Mittelpunkt der Veranstaltungen in der Lutherstadt.

Bildergalerie

Spontanurlaub? Die Weltausstellung in Wittenberg ruft!

Die größte Bibel der Welt

Martin Jehnichen/r2017.de

Die größte Bibel der Welt

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Gleich am Bahnhof werden die Besucher*innen in Wittenberg von der größten Bibel der Welt empfangen. In dem Turm, den man erklettern kann, ist der ganze Text der Lutherbibel 2017 zu lesen - Altes und Neues Testament.

Blick über die Lutherstadt

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Aus 27 Metern Höhe können Besucher vom Bibelturm ihren Blick über Wittenberg schweifen lassen. "Welcome" - Willkommen - heißt dieser erste von sieben Torräumen. Wie der Rest der Weltausstellung der Reformation ist der Bibelturm von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

Stege aus Metall

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Die Tore und ihre Themenbereiche sind rund um die Wittenberger Altstadt angeordnet. Die Gestaltung aller sieben Tore wurde von Studierenden vorgeschlagen, eine Jury wählte die Gewinner-Vorschläge aus. Der zweite Torraum heißt "Spiritualität". Luftige Metallstege auf dem so genannten Bunkerberg öffnen den Blick nach unten.

Spiegelkreuz in Wittenberg

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Im Zentrum des Torraums "Spiritualität" kann man dann wieder nach oben schauen: Die Metall-Stege laufen auf das Spiegelkreuz in der Mitte zu. "Die Suche nach mir selbst" haben die Studierenden ihren Entwurf genannt. Auch die Brüstungen der Metallstege sind verspiegelt, Besucher*innen werden der Inszenierung.

Künstlicher Wald

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Der Torraum "Jugend" beginnt mit einem künstlichen Wald. Fast 500 Baumstämme zeigen das Leben als ständigen Wechsel zwischen Hochs und Tiefs, so wie sich Jugendliche in diesem besonderen Lebensabschnitt eben fühlen.

Klettern über Wittenbergs Dächern

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Die Jugend - und wer sonst noch will - trifft sich dann im "youngPOINTreformation". Die Türme beherbergen das Bewegungszentrum der Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend. Ein inklusiver Hochseilgarten fordert Wagemutige heraus, aber wer sich nicht traut, kann im Innenraum in der Ausstellung nach dem "Guten Leben für alle" suchen. Wie bewahren wir das Klima? Wie gelingt ein solidarisches Europa? Verantwortung im digitalen Zeitalter und vor allem: Welche Rolle spielt der Glaube dabei?

Flüchtlingsboote im Schwanenteich

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"Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung" finden Besucher*innen im vierten Torraum. Am Schwanenteich in Wittenberg können Besucher*innen aus Holzbooten, wie Flüchtlinge sie nutzen, um nach Europa zu kommen, gemeinsam etwas Neues bauen.

Sakralraum aus Holz in Wittenberg

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Die Bauten im vierten Torraum sind alle nachhaltig gebaut, wie dieser sakrale Raum. Auch die Möbel im Transformationspavillon sind sozial- und umweltgerecht produziert. Wer wissen will, wie der Weg in eine bessere Zukunft aussehehen könnte, kann sich hier schlau machen.

Lichtkirche und Segen

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Diese Lichtkirche steht im Torraum fünf, Thema "Globalisierung". Die mobile Kirche aus Acrylglas und Holz aus der EKHN verwandelt sich nachts in eine farbige Licht-Installation. Drumherum können Besucher*innen viele verschiedene Varianten von Segen erleben - unter anderem auch den Segensroboter.

Interviewpavillon zu Globalisierung

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Einer der Experimentierräume zu "Globalisierung und Eine Welt" ist dieser Interviewpavillon. Außerdem stehen dort auch kleine gläserne Anhänger auf den Parkflächen, augenzwinkernd "Glaspaläste" getauft. Der Name ist ein Verweis auf das Wahrzeichen der ersten Weltausstellung 1851 in London, den Crystal Palace. Damals stand Globalisierung für Entgrenzung, Freiheit, Gerechtigkeit und unendliche Möglichkeiten für alle. Die Glaspaläste in Wittenberg bilden nun einen reformierten Gegenentwurf.

Himmelszelt und House of One

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Sogar Katholiken finden sich in der Weltausstellung der Reformation. Im Torraum "Ökumene und Religion" präsentieren sich aber nicht nur Bistümer und andere Institutionen, sondern auch andere Religionen: Im "House of One" versammeln sich Juden, Christen und Muslime, und auch Glaubensfeste aus Buddhismus und Hinduismus kann man hier kennenlernen.

Seelsorge im Riesenrad

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Ein Höhepunkt im wörtlichen Sinne ist das Riesenrad, 30 Meter hoch. Wer möchte, kann auf der Fahrt mit einer Seelsorgerin oder einem Seelsorger sprechen, denn die Gondeln sind selbst schon ein geschützter Raum, der dann hoch über Wittenberg schwebt. Man kann aber auch einfach so mitfahren, wenn man nur die Aussicht genießen will.

Kultur bei Tag und Nacht

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Auch Kultur findet sich in der Weltaussstellung der Reformation, besonders im gleichnamigen Torraum "Kultur": Auf der einen Seite präsentiert sich in alten Gefängnismauern zeitgenössische Kunst in der Ausstellung "Luther und die Avantgarde". Auf der anderen Seite findet sich die große Open-Air-Bühne des #Reformationssommers vor den altehrwürdigen Mauern der Schlosskirche, wo auch abends noch Konzerte sind.

Luther und die Avantgarde

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Das alte Gefängnis in Wittenberg beherbergt die Ausstellung "Luther und die Avantgarde". Das Kombiticket "Weltausstellung Reformation"
für 19 Euro (14 Euro ermäßigt) schließt den Besuch der Ausstellung "Luther und die Avantgarde" mit ein.

Paradiesgarten

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Kultur kann man sich auch von unten anschauen. Im Paradiesgarten finden sich hängende Gärten, Kompoststädte und warme Wasserfontänen. Der Paradiesgarten ist so gebaut, dass die Pflanzen, der Kompost und das Wasser einen Kreislauf für einen sich selbst reformierenden und immer wieder erneuernden Garten ergeben.

Reflektierende Kultur

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Wenn es dunkel wird, erhellen die Lichtstelen der Installation "Reflecting Culture" den Torraum Kultur. Sie sollen zum Nachdenken über die Doppeldeutigkeit anregen: reflektierende Kultur oder Kultur reflektieren?

Konzert am Wittenberger Schloss

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Wenn die Weltausstellung täglich um 18 Uhr zu Ende geht, ist es aber noch lange nicht vorbei. Vor der Bühne am Schloss können bis zu 5.000 Menschen abends besondere Konzerte erleben: unter freiem Himmel und vor historischer Kulisse. <a href="https://r2017.org/nc/weltausstellung/programm/kalender/">Das ganze Programm der Weltausstellung der Reformation finden Sie auf r2017.org</a>.

Bei der Themenwoche handelte es sich um die zwölfte von 16 bei der Weltausstellung Reformation, die noch bis 10. September andauert. Mit dem Großevent feiert die evangelische Kirche das 500. Jubiläum der Reformationsbewegung an ihrem Ausgangsort Wittenberg. 1517 hatte Martin Luther (1483-1546) seine 95 Thesen gegen die Missstände der Kirche seiner Zeit veröffentlicht, die er der Überlieferung nach am 31. Oktober an die Tür der Wittenberger Schlosskirche nagelte. Der Thesenanschlag gilt als Ausgangspunkt der weltweiten Reformation, die die Spaltung in evangelische und katholische Kirche zur Folge hatte. 

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