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Rohingya: Ein Volk auf der Flucht

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Rohingya: Ein Volk auf der Flucht
Rohingyas auf der Flucht
Zwei Rohingya Flüchtinge. Beide halten Babies in den Händen und sehen erschöpft in die Kamera

Foto: ZUMA press/Jashim Salam

Zwei Rohingya Flüchtinge. Beide halten Babies in den Händen und sehen erschöpft in die Kamera

Foto: ZUMA press/Jashim Salam

Nur Asha (25), ihr ein Monate altes Baby und Shetara (20) mit ihrem fünf Tage alten Säugling kamen aus Buthidaung, Myanmar.
"Nachdem unser Dorf niedergebrannt war, liefen wir acht Tage lang durch den Dschungel und die Hügel, um die Grenze nach Bangladesch zu erreichen", sagt Nur Asha. "Wir überquerten die Grenze in einem Fischerboot am 14. September. Glücklicherweise schafften es acht unserer Familienmitglieder ebenfalls Bangladesch zu erreichen", erzählt sie weiter. "Wir wissen nicht, wohin wir jetzt gehen sollen. Wir konnten uns retten als das Militär unser Rohingya Dorf in Buthidaung, Myanmar, angriff. Aber jetzt sind wir erschöpft und wissen nicht, ob wir jemals in unser Land zurückkehren können."

Eine Rohingya-Frau mit Kopftuch und Kind auf der Schulter steht in einer öden Ebene und blickt in die Kamera.

Foto: ZUMA press/Jashim Salam

Rohingya Fatema (35) aus Mongdou, Myanmar, überquerte die Grenze mit ihrem Baby, das krank ist. Sie erhielt Medkamente von einem Hilfsarbeiter vor Ort in Shah Porir Dwip, Bangladesch. "Die Armee Myanmars brannte viele Häuser in meinem Dorf nieder und tötete Menschen", berichtet sie. Nun flieht sie nach Ukhiya in Bangladesch.

Ein Rohingya trägt eine alte Frau auf dem Rücken. Sie sehen beide erschöpft aus.

Foto: ZUMA press/Jashim Salam

Zakaria (45) stammt auch aus Mongdou. Völlig erschöpft und mit seinen Kräften am Ende trägt er seine Mutter Fatima Begum (75) auf dem Rücken. Sie brauchten fünf Tage um die Grenze nach Bangladesch zu erreichen. Er sagt, sein Haus sei von der myanmarischen Armee niedergebrannt worden.

Ein Rohingya trägt eine alte Frau auf dem Rücken. Sie sehen beide erschöpft aus.

Foto:ZUMA press/Jashim Salam

Auch Bashar (30) trägt seine Mutter Tayaba (68) auf seinem Rücken und ist mit seinen Kräften am Ende. Sie benötigten zehn Tage um Bangladesch zu erreichen. Während einige seiner Familienmitglieder in Buthidaung, Myanmar, getötet wurden, brannte ihr Haus nieder und sie verloren alles.

Ein Rohingya-Flüchtling trägt seinen kleinen Sohnt und mehrere Säcke, die an einer Stande befestigt sind, auf den Schultern.

Foto: ZUMA press/Jashim Salam

Tayab (30) trägt seinen Sohn auf seinen Schultern. Auch sie kommen aus Mongdou, Myanmar, und überquerten die Grenze zu Bangladesch bei Shah Porir Dwip in Teknaf.

Eine verhüllte Frau mit einem Baby auf dem Arm läuft über eine karge Landschaft.

Foto: ZUMA press/Jashim Salam

Mubina (22) aus Mongdou, Myanmar, kam mit ihrem Baby und fünf Familienmitgliedern nach Bangladesch. Glücklicherweise haben es auch andere Verwandte sicher geschafft. Gemeinsam wollen sie in Notunterkünfte für Rohingya in Ukhiya, Bangladesch, ziehen und nach Myanmar zurückkehren, falls die Gewalt aufhört.

Ein Mann blickt erschöpft in die Ferne

Foto: ZUMA press/Jashim Salam

Islam (55) sitzt neben dem Leichnam seiner Schwiegertochter Anwara Begum (25). Sie starb in einem Boot, das kurz vor dem Anlegen an der Küste von Shah Porir Dwip kenterte. In Bangladesch sucht er nach seinem vermissten Sohn. Auch sein Haus in Myanmar wurde niedergebrannt, daher muss er auf unbestimmte Zeit im Flüchtlingscamp in bleiben.

Eine Frau mit einem lila Kopftuch sitzt vor grünen Bäumen und blickt in die Kamera.

Foto: ZUMA press/Jashim Salam

Julekha (40) aus Buthidaung, Myanmar, wartet am Straßenrand in Balukhali auf Hilfe. Ihr 21-jähriger Sohn Jubayer wurde von der Armee in Myanmar erschossen, doch ihr und zehn weiteren Familienmitgliedern gelang die Flucht über die Grenze. Nun wohnen sie in Notunterkünften in Balukhali und wollen so schnell wie möglich wieder zurück nach Myanmar, vorausgesetzt dass dort die Gewalt aufhört.

Eine Frau trägt ein Kleinkind, das in ein Tuch gewickelt ist. Sie steht auf einer Straße. Hinter ihr sieht man viele campierende Flüchtlinge mit ihren Habseligkeiten.

Foto: ZUMA press/Jashim Salam

Rasheda (36) und ihr Kind kommen aus Mongdou, Myanmar, und waren sechs Tage lang auf der Flucht. Sie und ihre Familie schlafen unter freiem Himmel.

ein Mädchen sitzt vor einigen Zelten und Kochstellen im Freien.

Foto: ZUMA press/Jashim Salam

Arafa (13) aus Mongdou, Myanmar, sitzt am Straßenrand. Auch sie und ihre Familie müssen vorerst im Freien bleiben.

Eine Frau mit einem langen lilanen Kopftuch trägt ein Baby auf dem Arm. Sie steht vor einer Gruppe Menschen, die ihr Lager im Freien aufschlagen.

Foto: ZUMA press/Jashim Salam

Jubeda (25) und ihr Baby stammen aus Buthidaung, Myanmar, und warten auf Nahrung und andere Hilfsgüter.

Ein Mädchen blickt etwas trübselig in die Kamera. Sie trägt ein gelbes Kopftuch.

Foto: ZUMA press/Jashim Salam

Shima (16) aus Buthidaung, Myanmar, kocht Reis für ihre Familie auf einem Feld bei Thyangkhali. Ihr Dorf in Myanmar wurde niedergebrannt.

Eine Frau mit ihrem nackten Säugling blickt müde in die Kamera. Sie sitzt auf einer Matte. Im Hintergrund kann man weitere Menschen erkennen.

Foto: Jashim Salam

Hasina (23) aus Buthidaung, Myanmar, ist erschöpft. Mit ihrem 5 Tage alten Baby wartet sie auf Essen und andere Hilfsgüter. Sie und ihre Familie benötigten 7 Tage bis sie die Grenze nach Bangladesch überquerten. Jetzt übernachten sie im Freien, weil sie keine Notunterkunft finden können.

Ein schwarz-weiß Bild des Fotografen Jashim Salam. Ein Mann, Ende 30 mit halblangen, dunkeln Haaren und einem Bart. Er trägt ein kariertes Halstuch, ein weißes Hemd, darüber eine dunkle Jacke.

Foto: Saraf Salam

Jashim Salam, Jahrgang 1978, ist ein Dokumentar-Fotograf und Fotojournalist aus Bangladesch. Seine Werke wurden bereits bei internationalen Ausstellungen auf der ganzen Welt gezeigt. Außerdem wurden seine Fotografien in zahlreichen Zeitungen und Magazinen abgedruckt wie der New York Times, dem SPIEGEL, dem Wall Street Journal, dem Guardian, National Geographic und vielen weiteren.
www.jashimsalam.com
Instagram: www.instagram.com/jashimsalam

Etwa 600.000 muslimische Rohingya sind seit dem 25. August 2017 vor der Gewalt in Myanmar nach Bangladesch geflohen. Die UN stufen die Übergriffe als "ethnische Säuberung" ein. Von den Geflohenen sind ca. 80% Frauen und Kinder. Seit Jahrzehnten sind muslimischen Rohingya Gewalttaten und Diskriminierung in Myanmar ausgesetzt, doch jetzt flüchten sie in beispiellosen Zahlen. Obwohl die Rohingya seit Generationen in Rakhine, einem der ärmsten Staaten im Westen Myanmars leben, erkennt die Regierung ihre Staatzugehörigkeit nicht an. Seit 1962 schränkt die Myanmars Regierung die Rechte der Rohingya erheblich ein.

Diese Galerie erschien erstmal am 26. September 2017 auf evangelisch.de