Umfrage: Nur die Hälfte der Christen glaubt an Auferstehung

Kreuzigungsgruppe auf dem Kreuzberg in der Rhön (Bayern)

Foto: epd-bild/Norbert Neetz

Die Kreuzigungsgruppe auf dem Kreuzberg in der Rhön (Bayern).

Jeder zweite Christ glaubt, dass Jesus am Ostermorgen von den Toten auferstanden ist. Insgesamt glaubt das sogar nur jeder dritte Deutsche.

Die Osterbotschaft der christlichen Kirchen, dass Jesus am Kreuz gestorben und von den Toten auferstanden ist, glaubt einer Umfrage zufolge jeder dritte Deutsche (35,3 Prozent). Drei von zehn (29,1 Prozent) lehnen diese Aussage ab, der Rest macht keine Angaben, wie die "'Bild"-Zeitung (Samstag) als Ergebnis einer von ihr in Auftrag gegebenen aktuellen repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts INSA berichtete.

Unter den Gläubigen stimmt der Umfrage zufolge jeder zweite Katholik (52,5 Prozent) der Aussage zu, dass Jesus am Kreuz gestorben und von den Toten auferstanden ist. Unter den evangelisch-landeskirchlichen Christen war es knapp jeder zweite (48 Prozent), unter den evangelisch-freikirchlichen Christen waren es etwas mehr als die Hälfte (59,3 Prozent). Vom 7. bis 10. April wurden 2.030 Deutsche befragt.

An ein Weiterleben nach Tod ganz allgemein glauben der Umfrage zufolge drei von zehn Deutschen (30,5 Prozent), wie die Zeitung mitteilte. Unter den Christen war der Anteil höher: Jeder zweite evangelisch-freikirchliche Christ (49,4 Prozent), vier von zehn katholischen Christen (40 Prozent) und jeder dritte evangelisch-landeskirchliche Christ (31,8 Prozent) glauben an ein Weiterleben nach dem Tod.

"Der Glaube an die Auferstehung Jesu ist nicht deckungsgleich mit dem Glauben an das eigene Weiterleben nach dem Tod", sagte INSA-Chef Hermann Binkert. "Ältere glauben häufiger an die Auferstehung Jesu, Jüngere häufiger an das eigene Weiterleben nach dem Tod."

Zu der Umfrage passt die Osterbotschaft von Ilse Junkermann, Landesbischöfin der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM). Die Auferstehung des gekreuzigten Jesus könne man zwar nicht beweisen, aber: "Sie ist, wie so vieles Wichtige in unserem Leben, unsichtbar. Auch Vertrauen und Liebe sind unsichtbar. Aber sie sind da. Sie wirken", wie auch die Osterbotschaft von Jesu Tod und Auferstehung.

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