Martin Luther und das Judentum

Ausstellung zu Luther und das Judentum in der Christuskirche Detmold. Eine Augenbinde verdeutlicht Luthers "Blindheit" gegenüber den Juden: Schulreferent Andreas Mattke, Pfarrerin Bettina Hanke-Postma und Pfarrer Maik Fleck in der Ausstellung in der Christ

Foto: Christuskirche Detmold

Ausstellung zu Luther und das Judentum in der Christuskirche Detmold. Eine Augenbinde verdeutlicht Luthers "Blindheit" gegenüber den Juden: Schulreferent Andreas Mattke, Pfarrerin Bettina Hanke-Postma und Pfarrer Maik Fleck in der Ausstellung in der Christuskirche Detmold. (v.l.)

Deutschland spricht 2019
Martin Luther und das Judentum
Die Christuskirche Detmold hat eine Ausstellung zum Thema "Luther und das Judentum" eröffnet.

Martin Luther sei "blind" gegenüber den Juden gewesen: "Die Ausstellung hat es sich zum Ziel gesetzt, diese Blindheit und ihre Folgen zu benennen und Wege der Überwindung aufzuzeigen, sagte Pfarrerin Bettina Hanke Postma (Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Lippe) Eröffnung. Mit einer Augenbinde ist im Mittelalter die Figur der "Synagoga" dargestellt worden - so habe sich das Christentum das Volk Israel konstruiert. Bettina Hanke-Postma: "Blind für die Wirklichkeit, blind vor verzerrendem und verzehrendem Hass brachten die Christen die "Blindheit" des Judentums gegenüber Christus zum Ausdruck – über Jahrhunderte hinweg." 

Für die Ausstellung in der Christuskirche in Detmold sind Schriften Luthers und Bilder der Cranach Werkstatt bearbeitet worden, da die Aussagekraft der Bilder die negative Sicht der Schriften Luthers verstärkt habe, so Pfarrerin Hanke-Postma. Die Ausstellung zeigt sowohl eine historische sowie eine heutige christliche Sichtweise auf das Phänomen. Zudem wird in Text und Bild dargestellt, wie das Judentum zur jeweiligen Zeit sich selbst sah.

 

Die Ausstellung wird unterstützt von der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz und dem Touro College Berlin und ist bis zum 9. April täglich von 10 bis 12 Uhr und von 15 bis 17 Uhr zu sehen.

Der erste Vortrag des Rahmenprogramms findet am Donnerstag, 9. März, um 19.30 Uhr in der Christuskirche statt. Oliver Arnhold referiert zum Thema: "Die Rezeption von Luthers Judenschriften in der Zeit des Nationalsozialismus durch die Deutschen Christen".

 

Bild: Eine Augenbinde verdeutlicht Luthers "Blindheit" gegenüber den Juden: Schulreferent Andreas Mattke, Pfarrerin Bettina Hanke-Postma und Pfarrer Maik Fleck in der Ausstellung in der Christuskirche Detmold. (v.l.)

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