Neue Vertretung Christlicher Regenbogengruppen gegründet

Buntes Licht fällt auf eine Handinnenfläche.

Foto: Valeria Boltneva/stocksnap.io

Neue Vertretung Christlicher Regenbogengruppen gegründet
Lesbische, schwule, bisexuelle, transsexuelle, transidente, intersexuelle und queere Christinnen und Christen aus ganz Deutschland haben eine neue Vertretung gegründet: das Regenbogenforum – Christliche LSBTTIQ-Gruppen in Deutschland.

Bei der Gründungsversammlung am vergangenen Wochenende in Bielefeld sind folgende Gruppen dem Forum beigetreten: Arbeitsgemeinschaft Schwule Theologie, Labrystheia Netzwerk lesbischer Theologinnen und theologisch interessierter Lesben, LesBiSchwule Gottesdienstgemeinschaften, Maria und Martha Netzwerk, Netzwerk katholischer Lesben, Ökumenische Arbeitsgemeinschaft Lesben und Kirche, Ökumenische Arbeitsgruppe Homosexuelle und Kirche.

Rund 90 Mitglieder dieser christlichen LSBTTIQ-Gruppen aus ganz Deutschland haben bei dem Kongress über Leitbild und Satzung des Regenbogenforum e.V. beraten, bevor die Delegierten der Gruppen die Gründung besiegelten.

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Das Forum hat zum Ziel, die Gleichberechtigung aller lesbischen, schwulen, bisexuellen, transsexuellen, transidenten, intersexuellen und queeren Christinnen und Christen in Kirche und Gesellschaft zu fördern und einzufordern. Zugleich will es die Voraussetzungen für eine erfolgreiche gemeinsame inhaltliche Arbeit schaffen. "Im Regenbogenforum arbeiten Frauen und Männer, Menschen mit verschiedener sexueller Identität und Orientierung und verschiedener Konfession und Glaubensbekenntnis gleichberechtigt miteinander", sagte Paul Raschka vom neu gewählten Vorstand des Forums.

Mehr als zwei Jahre lang haben die Gründungsgruppen die neue Form der Vernetzung vorbereitet. Die bisherige Zusammenarbeit zum Beispiel bei Kirchentagen soll noch intensiver werden. "Das Regenbogenforum wird die Ziele der Mitgliedsgruppen in Kirche und Gesellschaft couragiert vertreten", sagte Anette Delbrück, die ebenfalls in den Vorstand gewählt wurde. "Dabei werden unsere Gruppen eigenständig bleiben."