Evangelische Frauen entsetzt über Entscheidung zur Frauenordination in Lettland

Evangelische Frauen entsetzt über Entscheidung zur Frauenordination in Lettland
EFiD: "Frauenordination gehört untrennbar zur reformatorischen Botschaft."

Die Evangelisch-Lutherische Kirche Lettlands hat auf ihrer Synode am Wochenende beschlossen, dass Frauen keine Pfarrerinnen mehr werden dürfen und dazu in ihrer Kirchenverfassung in der Passage über die Ordination das Wort "männlich" eingeführt. "Wir sind entsetzt über diese Entscheidung, die aus unserer Sicht theologisch unhaltbar ist", sagt dazu Susanne Kahl-Passoth, Vorsitzende der Evangelischen Frauen in Deutschland e.V. (EFiD).

"Das Priestertum aller Getauften ist Kern der reformatorischen Botschaft, auch die Geschlechtergerechtigkeit gehört zu diesem Kern. Damit ist auch die gleichberechtigte Ordination von Frauen und Männer nicht aufgebbarer Bestandteil der reformatorischen Botschaft", erläutert Angelika Weigt-Blätgen. Umso erschreckender sei es, dass auch 500 Jahre nach Luther noch 27 der 145 Kirchen, die dem Lutherischen Weltbund angehören, die Frauenordination nach wie vor verweigern, so die stellvertretende EFiD-Vorsitzende.

Der Verband Evangelische Frauen in Deutschland e.V. (EFiD) mit Sitz in Hannover ist als Dachverband die Stimme evangelischer Frauen in Kirche und Gesellschaft. Die EFiD fördert und unterstützt die Arbeit von und mit Frauen in kirchlichen Bezügen und ermutigt Frauen, in der heutigen Welt als Christinnen zu leben. Zur EFiD gehören 38 Mitgliedsorganisationen mit insgesamt rund 3 Millionen Mitgliedern.

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