Margot Käßmann fordert Streit ohne Anonymität

Ein Mädchen versteckt sich hinter einem Stück Pappe mit einem traurigen Smiley.

Foto: Colourbox.de

Sich beim Streiten verstecken? "Unfassbar und auch unwürdig", findet Margot Käßmann.

Margot Käßmann fordert Streit ohne Anonymität
Margot Käßmann wünscht sich für Deutschland eine offenere Streitkultur.

"Es stört mich, dass sich Menschen anonym anrotzen im Internet, in Blogs, bei Facebook, aber ihr Gesicht dazu nicht zeigen", sagte die ehemalige Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) am Donnerstagabend in Bayreuth. Solche Anonymität beim Streiten sei "unfassbar und auch unwürdig". Deutschland halte auch einen leidenschaftlichen Streit um die Wahrheit aus, er müsse jedoch auf Augenhöhe geführt werden "und mit Absender und Adresse", sagte Käßmann.

Die zehn Gebote seien gute Regeln für eine derartige Streitkultur, sagte die Theologin: "Wir sollten sie einbringen in das Gespräch, wie es in unserem Land weitergehen soll." Christen sollten sich nicht aus gesellschaftlichen Diskussionen heraushalten oder gar resignieren.

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