Peter Hahne kritisiert "Gender-Unfug" in der evangelischen Kirche

Peter Hahne kritisiert "Gender-Unfug" in der evangelischen Kirche
Christinnentum statt Christentum? Peter Hahne wird die Sache mit der geschlechtergerechten Sprache zuviel.

Das ehemalige Ratsmitglied Peter Hahne wirft der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) einen "Anschlag auf die Ästhetik unserer deutschen Sprache" vor. Anlass ist die Veröffentlichung eines Faltblatts mit "Tipps für eine geschlechtergerechte Sprache", in dem unter anderem für Begriffe wie "Ansprechpersonen" statt des Plurals "Ansprechpartner" geworben wird. "Ich habe außer Alice Schwarzer noch kein Frauen kennengelernt, die dieses Thema existenziell interessiert", schreibt Kolumnist Hahne in der "Bild am Sonntag": "Die 'Kirche des Wortes" hat wahrlich andere Probleme als diesen Gender-Unfug."

Unter anderem solle nicht mehr von "Spendern", sondern stattdessen von "Spendenden" die Rede sein, kritisiert Hahne, der von 1992 bis 2009 dem Rat, dem höchsten Leitungsgremium der EKD, angehörte. Der 61-Jährige sieht darin eine "Pseudo-Feminisierung": "Wie furchtbar würden sich die schönen Kirchenlieder oder Rilkes Gedichte anhören, wenn man sie durch den Filter der Sprachpolizistinnen und Sprachpolizisten der EKD jagen würde. Wären die Sprachreformer der EKD konsequent, müssten sie anstatt vom Christentum von Christinnen- und Christentum sprechen."

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